Todesstrafe für einen Download

Verurteilt, weil er im Internet surfte: Zum Tag der Menschenrechte fordert die Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte die Freilassung eines jungen Afghanen

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

Eigentlich sollten die Brüder Yaqub Ibrahimi und Parvez Kaambakhsh jetzt in Hamburg sein. Sie sollten Atem, Kraft und Mut schöpfen, um nach einem Jahr gestärkt nach Afghanistan zurückzukehren: ihre Heimat, in der sie derzeit nicht sicher sind. Die beiden jungen Afghanen sind als Gäste der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte in die Hansestadt eingeladen. Der Journalist Yaqub Ibrahimi recherchiert in Afghanistan über die Verbrechen der sogenannten Warlords und prangert sie an. Er veröffentlicht Artikel über Korruption, Erpressung und Gewalt und hat schon mehrfach Morddrohungen erhalten. Sein Bruder Parvez Kaambakhsh, Journalistikstudent an der Balkh-Universität in Mazar-i-Sharif, ist in der Islamischen Republik Afghanistan durch seine kritischen Fragen in Sachen Politik und Religion aufgefallen.

Vom Obdachlosen zum Verbrecher?

Ein Kommentar über das Pennergame von Birgit Müller

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

Dass wir hausintern mal unterschiedlicher Meinung sind, ist ja klar. Beim Pennergame versteh ich’s eher weniger.

Von einem Mädchen, das auszog, eine Heimat zu schaffen

Als sie 15 Jahre alt war, wurde Eleonore Fleth von ihrer Mutter weggerissen und in ein Heim gesperrt

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

Draußen spielen Kinder. Durch ein offenes Fenster dringt Lachen von einer Wiese hinauf in das Besprechungszimmer des gemeinnützigen Unternehmens fördern und wohnen. „Hier leben Menschen, die sonst keine Unterkunft finden würden“, sagt Eleonore Fleth. In der Stellinger Siedlung betreut die 58-Jährige Zuwanderer und Hartz-IV-Empfänger, hilft ihnen bei Anträgen und Konflikten. Vielleicht werden diese Familien von einigen als zerrüttet bezeichnet, manche sind es vielleicht auch. Aber Eleonore Fleth ist vorsichtig mit solchen Wertungen. Sie weiß, wie schnell daraus Urteile werden. Sie hat es selbst erlebt.

Tippelbruder in der Nazizeit

„Landstreicher“ wie der Hamburger Fritz Eichler lebten gefährlich im „Dritten Reich“. Seine Geschichte erschien im Juni 1994 in Hinz&Kunzt zum ersten Mal.

(aus Hinz&Kunzt 186/August 2008)

„Ein mittelschönes Leben“

Kinderbücher zum Thema Obdachlosigkeit sind rar. Autorin Kisten Boie und Illustratorin Jutta Bauer haben sich für Hinz&Kunzt an den Schreibtisch gesetzt

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

„Um nach oben zu kommen, muss man echt ackern“

Beim „Pennergame“ kann sich ein Obdachloser aus dem Elend befreien – durch Betteln, Musizieren oder Diebstahl. Während manche H&K-Verkäufer und unser Autor das Online-Spiel schätzen, sind Projektmitarbeiter entsetzt

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

Wenn ein sonst friedlicher Hinz&Kunzt-Verkäufer plötzlich berichtet, dass er eigentlich eine Currywurstbude überfallen wollte, dies aber nicht geschafft hat, weil er in einen Bandenkampf geraten ist, ist das nicht zwingend ein Grund zur Besorgnis.

„Viele Jugendämter haben Überlastungsanzeigen gestellt“

Interview mit Ulrich Kaulen vom Kinderschutzzentrum

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

Hinz&Kunzt: Kinder werden derzeit schneller aus ihrer Familie genommen. Von 2006 auf 2007 stieg die Zahl der „Inobhutnahmen“ um 8,6 Prozent. Warum ist das so?

Hausbesuch statt Rausschmiss

(aus Hinz&Kunzt 181/März 2008)

„Erfolgreiche Hilfe aus einer Hand“: das leisten die Fachstellen für Wohnungsnotfälle laut Senat. Doch immer noch leben 3900 Menschen in Notunterkünften, mindestens 2500 verloren vergangenes Jahr ihre Wohnung. Was läuft falsch? Hinz&Kunzt hat eine Sozialarbeiterin der Fachstelle Mitte bei ihrer Arbeit begleitet.

Lassen Sie uns über Geld reden!

(aus Hinz&Kunzt 181/März 2008)

Der Spendenskandal um Unicef hat auch uns schockiert. Anlass genug, Ihnen zu sagen, wie Hinz&Kunzt mit Ihrem Geld wirklich denen hilft, die es am nötigsten brauchen. Denn ohne Ihre Spende ist Hamburgs größtes Beschäftigungsprojekt für obdach- und ehemals obdachlose Menschen in Hamburg gefährdet. Unser Gesamtbudget beträgt 1.277.000 Euro (für das Jahr 2006).

Zwei, die sich mögen

Anna Depenbusch und Aino Löwenmark haben „Hafen im Blut“

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

15 Künstler-Paare gratulieren Hinz&Kunzt mit neuen Songs zum 15. Geburtstag. Poppige und jazzige, fröhliche und melancholische Stücke sind auf dem Sampler „KunztStücke“ vertreten. Das Besondere: Alle Musiker haben sich zu Duetten zusammengeschlossen und erstmals gemeinsam komponiert. Heute stellen wir Ihnen Anna Depenbusch und Aino Löwenmark vor.