Die Fair-Handels-Kommission

Experten erklären, warum sie für eine gerechte Weltwirtschaft eintreten

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

Dieter Overath

Gründer und Geschäftsführer des Vereins TransFair, der Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt

„Gerechtigkeit macht Freude“, hat ein kluger Mensch mal gesagt. Beim Einkauf fair gehandelter Produkte verbindet sich für mich beides. Für Fairtrade-Kaffee und -Bananen zum Beispiel werden keine Menschen ausgebeutet – und die Qualität stimmt auch.

Die Sache mit der Altkleidersammlung

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

Beinahe jeder hat schon einmal einen Beutel mit alten Sachen gepackt, vor die Tür gestellt oder in einen Altkleidercontainer geworfen. Ein doppelt gutes Gefühl: Endlich wieder Platz im Schrank und dazu die vermeintlich gute Tat. Woanders, so glauben die meisten, freut sich ein Frierender über den ausgeleierten dicken Pullover aus den 80er-Jahren. Und bestimmt ist die arg durchgesessene Jeans in vielen Ländern so was wie der letzte Schrei. Aber wer weiß wirklich, was mit den alten Sachen passiert? Erfüllen die Sammlungen jedes Mal einen guten Zweck oder dienen sie finsteren Geschäftemachern als Alibi? Hinz&Kunzt beantwortet die vier wichtigsten Fragen zum Thema.

Hausbesuch statt Rausschmiss

(aus Hinz&Kunzt 181/März 2008)

„Erfolgreiche Hilfe aus einer Hand“: das leisten die Fachstellen für Wohnungsnotfälle laut Senat. Doch immer noch leben 3900 Menschen in Notunterkünften, mindestens 2500 verloren vergangenes Jahr ihre Wohnung. Was läuft falsch? Hinz&Kunzt hat eine Sozialarbeiterin der Fachstelle Mitte bei ihrer Arbeit begleitet.

Lassen Sie uns über Geld reden!

(aus Hinz&Kunzt 181/März 2008)

Der Spendenskandal um Unicef hat auch uns schockiert. Anlass genug, Ihnen zu sagen, wie Hinz&Kunzt mit Ihrem Geld wirklich denen hilft, die es am nötigsten brauchen. Denn ohne Ihre Spende ist Hamburgs größtes Beschäftigungsprojekt für obdach- und ehemals obdachlose Menschen in Hamburg gefährdet. Unser Gesamtbudget beträgt 1.277.000 Euro (für das Jahr 2006).

Zwei, die sich mögen

Anna Depenbusch und Aino Löwenmark haben „Hafen im Blut“

(aus Hinz&Kunzt 188/Oktober 2008, Das Modeheft)

15 Künstler-Paare gratulieren Hinz&Kunzt mit neuen Songs zum 15. Geburtstag. Poppige und jazzige, fröhliche und melancholische Stücke sind auf dem Sampler „KunztStücke“ vertreten. Das Besondere: Alle Musiker haben sich zu Duetten zusammengeschlossen und erstmals gemeinsam komponiert. Heute stellen wir Ihnen Anna Depenbusch und Aino Löwenmark vor.

Das machen wir aus Ihrem Geld

Hinz&Kunzt legt seinen Geschäftsbericht 2007 vor

(aus Hinz&Kunzt 185/Juli 2008)

Lassen Sie uns über Geld reden“, schrieben wir im März-Heft. Anlässlich des Spendenskandals beim Kinderhilfswerk Unicef informierten wir Sie, wie Hinz&Kunzt das Geld von Spendern, Käufern und Anzeigenkunden einsetzt, um Obdachlosen und ehemals Obdachlosen zu helfen. Jetzt liegen die neuesten Zahlen vor – der Geschäftsbericht 2007 ist erschienen.

Ansturm auf Suppenküchen – weil das Geld zum Essen nicht reicht

Die Zahlen des Monats

(aus Hinz&Kunzt 187/September 2008)

250 Prozent mehr Gäste meldet die Altonaer Obdachlosen-Tagesaufenthaltsstätte „Mahlzeit“ im Vergleich zu 2005. Statt 60 bis 80 Bedürftige kommen täglich 200 pro Tag, um ein kostenloses Mittagessen und etwas Ruhe zu genießen. „Früher kamen fast ausschließlich Obdach- und Wohnungslose zu uns“, sagt Leiterin Marion Sachs. „Heute sind es auch viele Rentner oder arbeitslose Mütter mit Kindern, die mit ihrem Geld nicht mehr auskommen.“ Weil die Räume nur Platz für 120 Besucher bieten, muss die Einrichtung neuerdings sogar Bedürftige abweisen.

15 Jahre und kein bisschen leise

Laut und lustig: das große Hinz&Kunzt-Jubiläum in der Fabrik. Fotos: Mauricio Bustamante

(aus Hinz&Kunzt 190/Dezember 2008)

„Let’s roooooooock“, brüllen die Rattles ins Mikro. „Jaaaaaa“, brüllt das Publikum zurück. Die Rattles sind schon der vierte musikalische Höhepunkt des Abends, die Party brennt seit Stunden.

„Es gibt dein Bagdad nicht mehr“

17 Millionen Flüchtlinge sind nach Schätzungen des Roten Kreuzes auf dem Erdball unterwegs. Einer von ihnen ist der Iraker Abdul-Latif

(aus Hinz&Kunzt 168/Februar 2007, Jugendausgabe)

„Das ist die vierjährige Tochter unserer Nachbarn“, sagt Abdul-Latif und zeigt auf einen der toten Körper auf dem Foto, „sie wurde entführt und ermordet.“ Der 59-Jährige blättert weiter durch den dicken Ordner. Jeden Zeitungsartikel über den Irak hebt der Flüchtling auf, jede Information zur Lage in Bagdad heftet er ab. Auf den Bildern sind Leichen zu sehen, in den Überschriften der Artikel tauchen Wörter wie „Anschlag“, „Massenentführung“ und „Terror“ auf. „Wie soll ich da je nach Hause zurückkehren?“, fragt Abdul-Latif, und das Papier in seinen Händen beginnt zu zittern.

Myriam und der faire Riegel

Mit Schokolade lernen: Eine Schülerfirma am Gymnasium Altona vermarktet Kakao von Kleinbauern in der Dominikanischen Republik

(aus Hinz&Kunzt 168/Februar 2007, Jugendausgabe)

Als Myriam 16 war, fing sie bei Fairchoc an, weil noch Leute für eine Reise in die Dominikanische Republik gesucht wurden. Nun, fast vier Jahre später, ist die Schülerin vom Gymnasium Altona immer noch dabei – und war mittlerweile schon zwei Mal in dem Inselstaat in der Karibik, wo sie die Lebensverhältnisse der Kakaobauern kennengelernt hat. Seit gerade drei Wochen ist sie wieder da, nach drei Monaten Volontariat, und wir sitzen im Café. Sie hat sich – natürlich – einen Kakao bestellt und erzählt von ihrer Reise.