Bildung für Arme im Schulhafen

Abgehängt und trotzdem schlau

Ein Mann mit grauem Vollbart schaut über seine Brille auf eine Tafel.
Ein Mann mit grauem Vollbart schaut über seine Brille auf eine Tafel.
Frank lebt in einer Wohnungslosenunterkunft. Im „Schulhafen“ frischt er seine Englischkenntnisse auf. Foto: Mauricio Bustamante

Im Hamburger „Schulhafen“ bilden sich Erwachsene, die arm oder wohnungslos sind. Hier ist vieles anders als bei klassischen Bildungsangeboten.

Den „Song for today“ hat Badia mitgebracht: „Life is for living“ von Barclay James Harvest. „I love this song!“, ruft die 61-Jährige in den Raum – sie liebt das Lied. 46 Jahre nachdem die britische Band ihren Hit veröffentlicht hat, sitzen im Hamburger Münzviertel sechs Menschen zusammen und schulen anhand des Textes ihre Englischkenntnisse. Zeile für Zeile gehen sie die Lyrics durch. Als die Band „Watching the world“ trällert, ruft der 69-jährige Frank: „Watch is’ ’ne Uhr!“ Er wird von Mitschülerin Kiki freundlich-frech korrigiert: Hier ist natürlich „beobachten“ gemeint.

Der Englischkurs am Münzplatz ist kein gewöhnlicher. Fast alle Teilnehme...


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Autor:in
Benjamin Buchholz
Benjamin Buchholz
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD für das Onlinemagazin.

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