Fast 5000 Beratungsgespräche wurden vergangenen Winter in den Notunterkünften der Stadt geführt. Nur 101 Obdachlose erhielten anschließend einen dauerhaften Schlafplatz.
Rund 2600 Obdachlose haben im zurückliegenden Winter Zuflucht in den Notunterkünften der Stadt gesucht. Das hat die Sozialbehörde im Sozialausschuss der Bürgerschaft vorgetragen. Damit ist die Zahl der Nutzer:innen leicht rückläufig: Vor drei Jahren schliefen noch etwa 3000 verschiedene Menschen mindestens eine Nacht im Winternotprogramm. Allerdings verbrachten vergangenen Winter deutlich mehr Obdachlose Nächte in der sogenannten Wärmestube. Dorthin werden Obdachlose verwiesen, die in der Heimat einen Wohnsitz haben. Das betrifft meist Obdachlose aus Südost- oder Osteuropa. In der Erdgeschosswohnung ohne Betten verbrachten in den Wintermonaten im Schnitt 30 Menschen die Nacht, im Winter zuvor waren es nur 9.
Auffällig mehr Obdachlose wurden vergangenen Winter von Sozialarbeitenden in den Notunterkünften beraten: Knapp 5000 Gespräche hat die Stadt gezählt, gegenüber 3500 im Winter 2024/2025. Die Bilanz: 24 Menschen konnten in eine eigene Wohnung, weitere 77 in eine Unterkunft vermittelt werden. Damit wurden fünf Obdachlose weniger in Wohnraum vermittelt als im Winter 2024/2025.
71 Menschen schlafen bis heute in einer der beiden weiterhin auch im Sommer geöffneten Winternotunterkünfte, weil sie auf einen Platz in einer städtischen Wohnunterkunft warten, dort jedoch alle Betten belegt sind. Fünf Menschen erhielten im Anschluss an die Beratung ein Ticket für die Rückkehr in ihre Heimat bezahlt und hätten die Reise auch angetreten, teilte die Sozialbehörde mit.
