Straßenblues : Verein verteilt Powerbanks an Obdachlose 

Unter anderem in der Bahnhofsmission erhalten Obdachlose künftig mobile Ladestationen, um ihre Handys wieder aufladen zu können. Foto: Actionpress / United Archives GmbH

Damit Obdachlose einfacher den Akku ihrer Smartphones wieder aufladen können, verteilt der Verein Straßenblues ab kommender Woche mobile Zusatzakkus für die Menschen auf der Straße.

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Wer unterwegs und praktisch nie Zuhause ist, ist auf Handy oder Smartphone angewiesen. Das gilt selbstverständlich auch für Obdachlose, die Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld halten wollen. Doch für sie haben sich die Möglichkeiten zum Aufladen der Geräte reduziert: Tagesaufenthaltsstätten sind geschlossen, andere Orte öffentliche Orte mussten wegen Corona begrenzen.

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Chimpy und der Karin und Walter Blüchert Gedächtnisstiftung verteilt der Verein Straßenblues ab kommender Woche deswegen 120 Powerbanks an drei Obdachloseneinrichtungen. Bedürftige erhalten ein aufgeladenes Gerät und können es nach Benutzung wieder gegen eine volle Powerbank tauschen.

Ausgegeben werden die Powerbanks im Jesus Center, CaFée mit Herz und in der Bahnhofsmission. „Wir haben jeden Tag mindestens 20 Gäste, die bei uns gerne ihre Handys aufladen möchten“, sagt Bahnhofsmissionsleiter Axel Mangat. „Eine Powerbank macht sie unabhängiger und eigenverantwortlich.“ Nikolas Migut vom Verein Straßenblues will das Projekt gerne ausweiten und gebrauchte Smartphones an obdachlose Menschen vergeben, die noch keines besitzen. „Es kann nicht sein, dass Obdachlose abgeschnitten sind von Information“, sagt Migut. „Gemeinsam mit engagierten Menschen in der Hamburger Obdachlosenhilfe wollen wir diese Lücke schließen.“

Autor*in
Jonas Füllner
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

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