Ewigkeitssonntag : Trauerfeiern für Obdachlose

Kein Hinz&Künztler ist vergessen: Am Gedenkbaum auf dem Öjendorfer Friedhof hängen die Namen der Verkäufer. Foto: Mauricio Bustamante

Obdachlose sterben oft einsam und allein. Am Sonntag gibt es in Hamburg drei Möglichkeiten, sich von ihnen zu verabschieden. Damit niemand vergessen wird.

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Sie hießen Joanna, Macij und Biggi: Drei Obdachlose sind seit Ende Oktober in Hamburg auf der Straße gestorben. Und das Leben auf der Straße fordert jedes Jahr viele Opfer, denn Obdachlose werden in unserer Stadt im Durchschnitt nur 49 Jahre alt. Meistens werden sie ohne Trauerfeier bestattet. Am 25. November, dem „Ewigkeitssonntag“, wird ihrer in Hamburg gedacht.

Hinz&Kunzt gedenkt wie in jedem Jahr seinen verstorbenen Verkäufern und Verkäuferinnen. Die Andacht findet an unserem Gedenkbaum auf dem Öjendorfer Friedhof statt. Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer verliest die Namen der verstorbenen Hinz&Künztler, Pastorin Sabine Erler hält eine Predigt. Im Anschluss ist Zeit für Gespräche bei Kaffee und Kuchen. Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Feierraum Nord auf dem Friedhof.

Nachmittags findet in der Hauptkirche St. Petri ein Gottesdienst für einsam Verstorbene statt. Beginn ist um 15 Uhr in der Kirche an der Mönckebergstraße.

In die Christuskirche Eimsbüttel laden abends Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe zum ökumenischen Gedenkgottesdienst ein. Dort werden auch die Namen der verstorbenen Wohnungslosen verlesen und für sie Kerzen angezündet. Beginn ist um 18 Uhr. Adresse: Bei der Christuskirche 2, 20259 Hamburg.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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