Viele Leute glauben,
dass es Im Süden der Elbe keine Musik-Clubs gibt.
Aber das stimmt nicht!
Der Club „Marias Ballroom“ ist ein sehr gutes Beispiel.
Man kann dort zu der „SuedKultur MusicNight“ gehen.
Es läuft toller Indie-Rock und der Eintritt ist günstig.
Rock-Musik im Phoenix-Viertel
Menschen mit einer Brille haben bei Konzerten oft ein Problem:
Die Brillen-Gläser beschlagen schnell.
Heute sind sehr viele Menschen in dem Club „Marias Ballroom“.
„Ballroom“ ist Englisch und bedeutet: Tanzsaal oder Konzertraum.
Viele Gäste sind etwa 30 bis 40 Jahre und tragen schwarze T-Shirts.
Eine Musik-Band spielt laute Rock-Musik.
Draußen auf der Straße stehen auch noch Leute,
die auch in den Konzertraum wollen.
An den Wänden hängen Plakate von Konzerten.
Auf einem Plakat steht:
„SuedKultur MusicNight, Volume 16“.
Die SuedKultur MusicNight ist eine Nacht mit Konzerten.
Viele Clubs im Süden von Hamburg machen bei der Nacht mit.
Auch Marias Ballroom macht bei der Nacht mit.
Marias Ballroom liegt im Phoenix-Viertel in Hamburg Harburg.
Der Chef heißt Heimo Rademaker.
Er findet die Menschen in der Umgebung sehr tolerant.
Sie akzeptieren die laute Musik und auch die vielen Leute,
die sich vor dem Konzertraum unterhalten.
Heimo sagt:
„In anderen Teilen von Harburg gibt es damit schneller Probleme.“
Heimo ist 64 Jahre und wohnt selbst im Phoenix·Viertel.
Er sagt: „Wir leben hier alle friedlich zusammen.“
Gäste von weiter weg
Rademaker betreibt „Marias Ballroom“ seit dem Jahr 2014.
Heute findet man nur schwer gute Bands.
Viele Leute sollen zu den Konzerten kommen.
Sonst wird das Konzert für den Club zu teuer.
Das klappt besonders gut mit Rock, Heavy Metal und Punkrock.
Bei diesen Konzerten trinken die Gäste viel.
Dadurch verdient der Club Geld mit den Getränken.
Die Gäste mögen den Club auch sehr.
Rademaker sagt:
„Viele Leute wollen uns unbedingt helfen.“
Das Publikum kommt nur zum Teil aus dem Süden von Hamburg.
Viele Gäste kommen aus anderen Teilen von Hamburg.
Manche Gäste kommen auch von weiter weg.
Wenn die S-Bahn nach Harburg wegen Bauarbeiten nicht fährt,
kommen weniger Gäste.
Marias Ballroom liegt im Erdgeschoss eines alten Hauses.
Früher haben sich dort Vereine aus Harburg getroffen.
Auch die Partei SPD hat dort Versammlungen gemacht.
Der Gast Sven Taucke ist ein Fan von Punkrock.
Er kommt aus Ottensen und ist mit der Bahn nach Harburg gefahren.
Sven Taucke kennt „Marias Ballroom“ schon lange.
Er sagt:
„Für mich ist hier einer der besten Konzert-Orte in Hamburg.“
Viele ärmere Menschen im Phoenix-Viertel
Im Jahr 2025 gab es am Rand des Phoenix-Viertels große Schlägereien.
Die Polizei hat auch Cafés durchsucht.
Sie hatte gedacht,
es gibt dort verbotenes Glücks-Spiel.
Viele Menschen haben heute ein schlechtes Bild vom Phoenix-Viertel.
„Marias Ballroom“ zeigt aber:
Das Phoenix-Viertel ist nicht nur so.
Es gibt hier auch viele Blumen-Beete.
Kinder vom „Löwenhaus“ haben die Blumen gepflanzt.
Das „Löwenhaus“ ist eine Hilfs-Einrichtung für Schulkinder.
Die Kinder bekommen dort zum Beispiel ein warmes Mittagessen,
oder Hilfe bei den Hausaufgaben.
Die Menschen im Phoenix·Viertel verdienen oft wenig Geld.
Das durchschnittliche Einkommen ist hier nicht einmal halb so hoch
wie in anderen Teilen von Hamburg.
31 von 100 Rentnern und Rentnerinnen haben eine so kleine Rente,
dass sie Hilfe vom Staat bekommen.
In anderen Teilen von Hamburg sind es viel weniger Menschen.
Vor über 20 Jahren fing alles an
Heimo Rademaker hat ein Büro im alten Kohlen-Keller.
Dort erzählt er seine Geschichte:
Vor 25 Jahren war Rademaker noch Gast in der Kneipe „Bei Maria“.
Rademaker traf sich dort mit seinen Freunden.
Und dann hatte er eine Idee.
Er fragte die Wirtin Maria Stricker:
Kann man das hintere Zimmer für Veranstaltungen nutzen?
Ab dem Jahr 2009 veranstaltete Rademaker dort Partys und Konzerte.
Dafür bekam er einen Teil der Einnahmen.
Maria Stricker gab die Kneipe vor 12 Jahren auf.
Dann wurde Rademaker zum Club-Chef.
Er war damals noch Elektro-Techniker.
Den Beruf gab er auf und arbeitet seitdem Vollzeit im Club.
Er liebt seine neue Arbeit.
Den Namen „Marias Ballroom“ hat er sich selbst ausgedacht.
An den Wänden im Ballroom hängen viele Gitarren.
Rademaker kann zu den Gitarren viele Geschichten erzählen.
Musiker und Musikerinnen haben ihm die Gitarren geschenkt.
Manche Gitarren blieben nach einem Konzert im Club liegen.
Niemand weiß, von wem die Gitarren sind.
Man hilft sich in Harburg
Im Bezirk Harburg gibt es 7 Musik-Clubs.
In Hamburg gibt es nur im Bezirk Mitte mehr Musik-Clubs.
In vielen Städten schließen immer mehr Musik-Clubs.
Das nennt man Club-Sterben.
In Harburg ist das zum Glück anders.
Dafür gibt es einen Grund.
In Harburg arbeiten die Clubs schon lange sehr gut zusammen.
Das sagt Heiko Langanke.
Heiko Langanke arbeitet im Vorstand der Hamburger Club-Stiftung.
Er sagt:
„Wir Menschen aus der Kultur wollten uns selbst helfen.
Wir haben im Jahr 2007 das offene Netzwerk SuedKultur gegründet.“
2010 gab es die erste „SuedKultur MusicNight“.
Heiko Langanke hat einige Jahre einen Jazz·club betrieben.
Auch Heimo Rademaker findet die Zusammenarbeit in Harburg gut.
Er sagt:
„Wir sind hier in Harburg sehr gut vernetzt.“
Die Menschen kennen sich untereinander gut.
Wichtig ist auch:
Die Clubs bieten verschiedene Musik-Richtungen an.
So nehmen sich die Clubs nicht gegenseitig die Gäste weg.
Menschen auch aus anderen Bereichen der Kultur arbeiten mit.
Dazu gehören zum Beispiel Tanz-Theater, Musik und bildende Kunst.
Bildende Kunst sind zum Beispiel Bilder oder Skulpturen.
In Harburg machen die Menschen viele Sachen gemeinsam.
Die MusicNight am 10. Oktober
Heimo Rademaker war einige Jahre lang Sprecher von SuedKultur.
SuedKultur organisiert auch in diesem Jahr die MusicNight.
Die MusicNight findet am 10. Oktober statt.
Bei der MusicNight kann man verschiedene Musik-Clubs besuchen.
Die meisten der 16 Orte sind zu Fuß gut zu erreichen.
Zu den Orten in Heimfeld und Neugraben fährt man am besten mit der S-Bahn.
Bei der MusicNight spielen insgesamt 40 Bands.
Es gibt viele verschiedene Arten von Musik:
Soul, Pop, Reggae, Ska, Jazz, Irish Folkrock und arabische Volksmusik.
Auch „Marias Ballroom“ macht wieder bei der MusicNight mit.
Im Ballroom gibt es 140 Plätze.
Aber das könnten zu wenige Plätze sein.
Heimo Rademaker sagt:
„Manchmal kommen so viele Menschen,
dass niemand mehr hinein passt.“
Im Ballroom spielen vier Bands.
Jede Band spielt ungefähr eine Stunde.
Rademaker ist besonders wichtig:
„Die Leute sollen auch Bands hören,
die sonst nicht in Harburg auftreten.“
Eine dieser Bands heißt „Anemone“.
Die Band kommt aus den Niederlanden.
Sie macht Psychedelic Indie-Musik.
Auch zwei Bands aus dem Süden von Hamburg treten auf:
„Paintbox“ und „Sweet Cougar Dreams“.
Heimo Rademaker sagt:
Die MusicNight wird wieder eine gute Show im Ballroom.
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