Obdachlose : Corona-Impfungen im Winternotprogramm geplant

Im Winternotprogramm in der Friesenstraße sollen im April Obdachlose gegen Corona geimpft werden. Foto: LG

Auch nach dem regulären Ende des Winternotprogramms für Obdachlose Ende März sollen die Notunterkünfte geöffnet bleiben. Die Sozialbehörde plant, die Bewohner*innen dort gegen das Coronavirus zu impfen.

Die Sozialbehörde will die Notunterkünfte des Winternotprogramms auch im April noch geöffnet lassen. „Wir arbeiten gegenwärtig daran, dieses Angebot nach dem März fortzuführen, wenn auch unter anderem Vorzeichen“, sagte Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstagabend im Sozialausschuss der Bürgerschaft. Regulär endet das Programm mit Ablauf des Monats März. Schon 2020 hatte die Stadt die Unterkünfte aufgrund der Coronapandemie aber auch über den Sommer hinweg geöffnet.

Geplant ist nun, in den Einrichtungen Impfungen gegen das Coronavirus zu verabreichen. „Die drei Standorte bieten sich auch an, dort ein Impfangebot zu machen“, sagte Leonhard. Bewohner*innen von Obdachlosenunterkünften sind laut Impfverordnung der Bundesregierung der zweiten Prioritätsgruppe zugeordnet und können „mit hoher Priorität“ geimpft werden.

Bis spätestens Ende April könne ihnen ein Impfangebot gemacht werden, sagte Leonhard, die auch Gesundheitssenatorin ist. In den Einrichtungen des Winternotprogramms könne sichergestellt werden, dass auch die notwendige zweite Impfdosis an die Obdachlosen verabreicht werde und die notwenige medizinische Begleitung sichergestellt wird. „Das sind alles Vorteile, die wir in unseren Standorten sehen“, sagte Leonhard.

Autor*in
Benjamin Laufer
Benjamin Laufer
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD Digitales.

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