Kanzlerkandidat : Laschet will an Cent-Münzen festhalten

Im Interview: Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union. Foto: Maurice Weiss

Im Interview mit Hinz&Kunzt verspricht CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, Cent-Münzen nicht abzuschaffen, wenn er Kanzler wird. „Housing First“ hält er für sinnvoll, um Obdachlosen zu helfen.

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CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat Hinz&Kunzt und 19 weiteren Straßenzeitungen die Garantie gegeben, dass unter ihm als Bundeskanzler die Cent-Münzen nach Möglichkeit erhalten blieben. „Ich finde selbst eine Ein-Cent-Münze zeitgemäß“, sagte Laschet im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. „Bargeld ist ein Freiheitsrecht.“

Am Problem wachsender Obdachlosigkeit müsse Politik arbeiten, sagte der in Nordrhein-Westfalen regierende Unionspolitiker. Das Prinzip „Housing First“, bei dem Obdachlose relativ voraussetzungslos in Wohnungen vermittelt werden und dort freiwillig Hilfsangebote in Anspruch nehmen können, lobte der Ministerpräsident: „Housing First ist in Nordrhein-Westfalen ein Modellprojekt. Wenn es gut funktioniert, und den Eindruck habe ich, kann es natürlich eine Blaupause sein für andere in Deutschland.“

In der Juni-Ausgabe

Das ganze Interview mit Armin Laschet lesen Sie in der Juni-Ausgabe von Hinz&Kunzt, dem Hamburger Straßenmagazin.

Zum Inhalt

Den vom Verfassungsgericht gekippten Berliner Mietendeckel bezeichnete Laschet gegenüber Hinz&Kunzt als „falsches Mittel für das richtige Ziel“. Auch in Metropolen müsse Wohnraum bezahlbar sein. Doch „die Erfahrung aus gut 70 Jahren Bundesrepublik“ lehre: „Staatlich geplanter und kontrollierter Wohnungsbau führt nicht zu mehr bezahlbarem, menschenwürdigem Wohnraum. Was wir brauchen, ist aus Landes- und Bundesmitteln geförderter Sozialwohnungsbau und dazu Anreize für mehr Wohnungsbau, besonders in überhitzten Gebieten.“

Das Interview fand im Rahmen von „20 Straßenzeitungen fragen 5 Spitzenkandidat*innen“ statt. Vor Laschet interviewten die sozialen Magazine Robert Habeck (Grüne), Christian Lindner (FDP); für Juli ist Janine Wissler (Linke) angefragt. Die 20 Medien der Obdachlosen-Hilfe sind: abseits (Osnabrück), Asphalt (Hannover), BISS (München), bodo (Dortmund), die straße (Schwerin), Donaustrudl (Regensburg), draußen (Münster), DRAUSSEN SEITER (Köln), drObs (Dresden), fiftyfifty (Düsseldorf), FreieBürger (Freiburg), Guddzje (Saarland), Hempels (Kiel), Hinz&Kunzt (Hamburg), Jerusalemmer (Neumünster), KARUNA Kompass (Berlin), KiPPE (Leipzig), RISS (Augsburg), Straßenkreuzer (Nürnberg), Trottwar (Stuttgart). Ihre Gesamtauflage beträgt 346.000.

Autor*in
Annette Bruhns
Annette Bruhns
Annette Bruhns ist seit 2021 Chefredakteurin von Hinz&Kunzt.

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