Politik, Spaß und neue Freunde

50 Verkäufer von Straßenmagazinen beim 5. bundesweiten Treffen in Hamburg

(aus Hinz&Kunzt 150/August 2005)

Viele Hinz&Kunzt-Verkäufer gelten künftig als Ein-Euro-Jobber. Nur bekommen sie den zusätzlichen Euro nicht vom Staat, sondern verdienen ihn sich auf der Straße. Das wurde beim 5. bundesweiten Verkäufertreffen in Hamburg erstmals öffentlich bekannt gegeben. Auch sonst war’s aufregend: Schließlich war Hinz&Kunzt Ende Juni Gastgeber für 50 Verkäufer von Straßenmagazinen aus ganz Deutschland.

Schwarzfahren schadet Ihrer Gesundheit

Warum viele Obdachlose ohne Ticket fahren und im Knast landen – und wie viel sie für eine Monatskarte ausgeben könnten

(aus Hinz&Kunzt 150/August 2005)

Ein paar Euro für ’ne Fahrkarte müssten doch wirklich drin sein, oder? Und ist Schwarzfahren vielleicht für viele ein Hobby, das für den richtigen Kick im Leben sorgt? Würde ein Sozialticket helfen? Diese Fragen stellte Gerrit seinem Hinz&Kunzt-Kollegen Kucki, der wegen Schwarzfahrens schon im Knast saß.

Hilfreiche Kunst

Die Künstlergruppe KiK aus dem Klinikum Nord unterstützt Hinz&Kunzt

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Natürlich ein Künstler. Ein Blick auf Rolf Becker reicht, um sofort zu wissen, wie er seine Zeit verbringt. Die Baskenmütze, die das halblangen Haar bändigt, das Hemd etwas nachlässig geknöpft, dazu der Vollbart – klar, dass so einer nicht hinter einem Bankschalter zu finden ist. Der 49-Jährige malt in Öl auf Leinwand, die Motive findet er in seiner Erinnerung. Italienische Dörfer aus längst vergangenen Urlauben zum Beispiel.

Schätze aus der Wüste

Eine kleine Produktionsfirma aus der Schanze sorgt für erfolgreiche deutsche Filme

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Der „Goldene Bär“? Die „Lola“? Alles nur Staubfänger. Einen echten Fußballfan kann nur eine Sache in den Räumen der Wüste-Filmproduktion im Schanzenviertel begeistern: ein unscheinbarer Ball in einer Ecke von Ralph Schwingels Büro. Denn auf dem haben die Spieler der legendären 1985er Mannschaft von Real Madrid unterschrieben. Besser gesagt: Der Ball könnte einen Fußballfan begeistern. Denn leider spielen auch Ralph Schwingels Söhne gerne mit dem Ball, und die Unterschriften sind mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit abgewetzt.

Sie haben die Wahl!

Hinz&Kunzt-Forderungen zur Bundestagswahl – und was die Hamburger Spitzenkandidaten der fünf aussichtsreichsten Parteien dazu sagen

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Brauchen Arbeitslose mehr Druck oder mehr Unterstützung? Was ist von Ein-Euro-Jobs zu halten? Und müssen mehr Sozialwohnungen gebaut werden? Hinz&Kunzt hat anlässlich der Bundestagswahl die Hamburger Spitzenkandidaten der fünf aussichtsreichsten Parteien gebeten, Position zu den folgenden politischen Forderungen zu beziehen.

Harburgs Möbelknast

Die Möbelhilfe Süderelbe ist Hamburgs ältester Recyclingdienst für Gebrauchtmöbel – Blick auf einen Markt in Bewegung

(aus Hinz&Kunzt 152/Oktober 2005)

Die gemütliche Eckbank aus dunklem Vollholz würde man sofort mitnehmen. Geht aber nicht. Sie gehört zum Inventar der Möbelhilfe Süderelbe, ist Empfang, Wartezimmer und Pausenraum in einem. Horst Junge sitzt dort, als hätte er nie irgendwo anders gesessen, und so ähnlich ist es auch: Eine halbe Ewigkeit ist es her, dass der 57-Jährige die Idee hatte, Möbel und Menschen zusammenzubringen, für die scheinbar keiner Verwendung hatte.

Turnier der Erfolgsgeschichten

Im schottischen Edingburgh spielten rund 220 Straßenkicker aus 27 Ländern um den Homeless Worldcup. Viele Afrikaner durften nicht dabei sein

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Dudelsackpfeifer, Schottlands heißester Pop-Act El Presidente, eine prall gefüllte Tribüne. Sogar das sprichwörtlich schlechte schottische Wetter spielt mit und setzt das steil über der Bühne aufragende Schloss von Edinburgh ins rechte Licht. Es könnte alles eitel Sonnenschein sein bei der Eröffnungsfeier für den Homeless Worldcup, das Fußballturnier des Weltverbandes der Straßenzeitungen für Obdachlose und solche, die es einmal waren.

Völlig Dittsche und doch Country

Jon Flemming Olsen geht mit Olli Dittrich und Texas Lightning auf Tournee. Ab Oktober stehen die beiden gemeinsam im Imbiss

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Jetzt könnte Jon Flemming Olsen alias Imbisswirt Ingo mal herrlich die Dittsche-freie Sommerzeit genießen. Doch stattdessen setzen sich die beiden die Cowboyhüte auf und touren als Country-Musiker durch die Lande. Wir wollten mal wissen, wer dieser Mann eigentlich ist, der immer munter gegen den Komiker und Grimme-Preisträger Olli Dittrich anspielt.

„Fast wie Jesus“

Am 100. Geburtstag von Max Schmeling will Boxer Luan Krasniqi in Hamburg Weltmeister werden. Marc-André Rüssau traf das Schwergewicht in Berlin

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Luan Krasniqi könnte am 28. September in der Color-Line-Arena in Hamburg als erster Deutscher seit Max Schmeling Box-Weltmeister im Schwergewicht werden. Das Datum für den Kampf ist mit Bedacht gewählt: An diesem Tag wäre Krasniqis Idol 100 Jahre alt geworden.

„Manchmal glüht mir das Ohr!“

Als Praktikant beim Film. Der Traum von der großen Karriere hinter der Kamera hat seine Tücken

(aus Hinz&Kunzt 151/September 2005)

Von einer Karriere nicht nur vor, sondern hinter der Kamera träumen viele. Als Praktikant bei Dreharbeiten zu arbeiten, kann ein erster Schritt sein. Wir haben die Dreharbeiten zu „Paulas Geheimnis“, einem Kinder- und Familienfilm fürs Kino, besucht und mit denen gesprochen, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen: den Praktikanten.