Urbaner Salon : Altonale streitet über öffentlichen Raum

Angeregte Diskussionen erwünscht: Am Samstag, 24. Juni findet die 2. Ausgabe des „Urbanen Salons" auf der altonale statt. Foto: Mike Schröder.

Wie sehen „menschenfreundliche Städte“ aus? Wer bestimmt, wie wir den öffentlichen Raum nutzen und welche Rechte haben Obdachlose auf Teilhabe? Viel Gesprächsstoff für die 2. Ausgabe des „Urbanen Salons“ am Samstag auf der altonale.

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Nachdem bei der Premiere im vergangenen Jahr noch über „Flucht und Hoffnung“ diskutiert wurde, geht es in der 2. Ausgabe des „Urbanen Salons“ auf der altonale um die Nutzung des öffentlichen Raums.

Als aktuelle Beispiele haben sich die Macher die Neue Mitte Altona und das Holstenareal herausgesucht. Um Stadtentwicklung, Architektur und Nutzung öffentlicher Räume „wird ja gerade in Altona immer wieder neu diskutiert und mit großer Heftigkeit gestritten“, so Imke Machura von der altonale, die den Salon gemeinsam mit dem Thalia Theater veranstaltet.

Es soll auch um die Frage gehen, wie Obdachlose den öffentlichen Raum nutzen und wie sie daran gehindert werden. Wer bestimmt eigentlich, welcher Raum wie genutzt werden darf? Welche Möglichkeiten der Teilhabe und Mitgestaltung gibt es?

„Menschenfreundlichere Städte“ als Ideal

Architekt Mauricio Duarte Pereira spricht über menschenfreundlichere Städte. Foto: gehl people.

Zudem soll es um das Konzept der „menschenfreundlicheren Städte“ gehen. „Es geht uns um einen anderen Blickwinkel, jenseits einer ausschließlichen ökonomischen Verwertung der Räume“, so Imke Machura. Dazu wird Stadtplaner Mauricio Duarte Pereira von den gehl people aus Kopenhagen sprechen.

Der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl ist an der Entwicklung und Umsetzung von „menschenfreundlichen Städten“ in verschiedenen Projekten weltweit beteiligt: von Dakar über Kopenhagen und Melbourne bis New York. Gehl will auch große Städte in kleine, nachbarschaftliche Siedlungen gliedern und sieht das Leben der Menschen zwischen den Gebäuden als seinen wichtigsten Maßstab.

Programm:
13 Uhr: Begrüßung & Impulsvortrag / Mauricio Duarte Pereira von „gehl people“
13.30 Uhr: Diskussionsforen zum Thema „urbaner Raum“
17.30 Uhr: Aufführung des dokumentarischen Konzertes: „Zuhause 2.0“, Gastspiel aus Groningen
19 Uhr: Filmaufführung „Wem gehören unsere Städte?“ aus dem Jahr 2015
Im Anschluss: Ausklang und Gespräche

Die Gäste können an Thementischen mit jeweils acht bis zehn Personen diskutieren. Nach jeweils 45 Minuten werden die Tische gewechselt, ähnlich wie bei einem Speed Date. Thalia in der Gaußstraße, Gaußstraße 190, der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

 

 

Über den Autor
Simone Deckner
Simone Deckner ist freie Journalistin mit den Schwerpunkten Kultur, Gesellschaft und Soziales. Seit 2011 arbeitet sie bei Hinz&Kunzt: sowohl online als auch fürs Heft.

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