Im Januar ist Hamburg geradezu im Schnee versunken. Wie Obdachlose versucht haben, sich zu schützen – und wie die Stadt reagiert hat.
Auf den verschneiten Straßen ist an diesem Mittwoch Anfang Januar kaum jemand unterwegs. Die Stadt wirkt ruhig, friedlich. Hin und wieder ziehen Eltern ihre Kinder auf Schlitten hinter sich her. Die Kleinen glucksen, freuen sich über den Wintereinbruch. Wer sich gar nicht freut, ist Miroslav. „Der Winter ist ein Arschloch“, sagt der Obdachlose, als er ins Hinz&Kunzt-Haus stapft.
Der 61-Jährige verbringt die Nächte unter dem Vordach eines Geschäfts im Hamburger Osten. Vergangene Nacht sei viel Schnee auf seine Platte geweht. „Alles feucht“, sagt er und zupft angewidert an seiner Jacke. Um sich aufzuwärmen, geht er in die nahe gelegene U-Bahnstation. Dort kann er der Kälte zumindest ein wenig entkommen. Doch der Schutz ist begrenzt: Für drei Stunden muss er raus. Unter der Woche ist der Fahrbetrieb nachts eingestellt, die Stationen werden geschlossen. Freitags bis sonntags ist es besser, sagt Miroslav. Da bleiben sie offen.
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