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Winternotprogramm

Kindesentzug wegen Armut!

20. Februar 2014 | Von | Kategorie: Das Thema

Mutterschutz und Schutz der Familie. Das alles scheint ausgehebelt, zumindest wenn es um Menschen aus Osteuropa geht. Einer jungen Lettin aus dem Winternotprogramm wurde fünf Tage nach der Geburt ihr Baby weggenommen. Hinz&Kunzt fordert: Familien müssen sofort und gemeinsam untergebracht werden.

Kristine und Ruslan

Kristine und Ruslans wurden von ihrem Baby getrennt. Nur zwei Mal am Tag dürfen sie Miranda sehen.

Einer jungen Lettin aus dem Winternotprogramm wurde fünf Tage nach der Geburt ihr Baby weggenommen. Sie könne Baby Miranda wiederbekommen, wenn sie ausreise, wurde Kristine gesagt. Bis dahin dürfe sie ihr Baby zweimal täglich besuchen.

Das geht zu weit, finden wir. Familien stehen unter dem besonderen Schutz unserer Gesellschaft. Zumal es keine Vorbehalte gegen die Mutter hat, sie ist weder alkoholkrank noch drogenabhängig oder psychisch krank ist. Sie ist nur eins: bitterarm.

Schon im Herbst hatten wir die Sozialbehörde aufgefordert, Familienunterkünfte einzurichten, natürlich auch für EU-Bürger. Aus gutem Grund: Unter der Kennedybrücke lebte damals eine bulgarische Familie mit zwei Kindern. Das Jugendamt untersuchte den Fall, kam aber zu dem Schluss, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliege. Das sahen wir anders: Nicht durch die Eltern lag eine Gefährdung vor, diese gehen sehr liebevoll mit ihren Kindern um. Sehr wohl aber durch die Umstände: Es kann schließlich nicht angehen, dass Kinder auf der Straße leben. Deshalb brachten wir die Familie auf eigene Kosten in einer Kirchenkate unter. Damals führten wir auch Gespräche über das Thema mit der Behörde und forderten, spätestens zum Winter Unterkünfte für Familien und Geld für ihre Versorgung bereitzustellen. Das wurde als nicht notwendig erachtet. Stattdessen sollte es individuelle Lösungen geben – und die sind dann eben Glückssache. Ergebnis: In den Notunterkünften wird nicht darauf geachtet, ob eine Frau schwanger ist oder nicht. Laut Behörde ist nicht mal bekannt, wie viele Kinder ihren Eltern aus Armutsgründen entzogen wurden.

Auch unser neuer Herausgeber und Landespastor Dirk Ahrens hat sich in die Diskussion eingeschaltet: „Wir können unter keinen Umständen akzeptieren, dass Familien in Hamburg auf der Straße leben müssen. Ebenso wenig darf man Eltern die Kinder wegnehmen, nur weil sie zu arm sind, um sich eine Unterkunft zu leisten“, sagt der Diakoniechef. „Die Stadt muss sofort mit einer angemessenen Unterkunft helfen und im Zweifel Hotelzimmer anmieten. Das hat die Diakonie bereits mehrfach gefordert, zuletzt im Herbst 2013.“

Text: Pressemitteilung von Hinz&Kunzt
Foto: Mauricio Bustamante

Happy End in SichtDas Rote Kreuz hilft und beherbergt Baby Miranda und ihre Eltern Kristine und Ruslans für vier Wochen in einem Hotelzimmer.

13 Kommentare
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  1. Hamburg deine Schande heisst SPD –

    ich schäme mich für meine Heimatstadt

    das soziale Klima in der Stadt sinkt immer tiefer – gefühglte – 40 Grade Scheele/Scholz

  2. Schlage vor zum Jugendamt und Fanilienrichter zu gehen. Wenn moeglich die Entscheider wegen Rechtsbeugung zu verklagen.

  3. Da schämt man sich deutsch zu sein. Sobald die da oben eine bestimmte Stufe erreicht haben, fällt Hirn und Herz aus und die Gier bestimmt nur noch. Armes Deutschland!!!

  4. Bitte für diese kleinfamilie eine online-petition starten!!!

  5. ‚Unter der Kennedybrücke lebte damals eine bulgarische Familie mit zwei Kindern.
    Das Jugendamt untersuchte den Fall, kam aber zu dem Schluss, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliege.‘

    Bitte was?! Aber wehe dem, bei dem Spielzeug im Kinderzimmer rumliegt, oder Geschirr in der Spüle,
    da droht direkt ’ne Verwahrlosung der Kinder. Deutschland, du bist so widerlich … stirb endlich!

  6. Deutsche Jugendämter & Kinderklau – das dreckige Geschäft mit Kindern

    http://jugendamtwatch.blogspot.de/

  7. hamburg hatt doch kein geld für FAMILIEN..
    ..elitäre Zirkel müssen doch dringendstens eine Begegnungsstätte gesponsert bekommen (700000000 Millionen aus der STEUERZAHLERPORTOKASSE) !!!

  8. Ich würde mich der Onlinepetition anschließen, wenn eine gestartet wird!

  9. Einer Familie aus Russland wird das Kind weggenommen und bekommen es nur wieder wenn sie Deutschland verlassen.
    Wirtschaftsflüchtlinge aus Lybien erhalten Asyl und können frei
    durch die EU Reisen.
    Schöne Freiheit. Danke EU. Danke Merkel und co.

  10. Herzlos wie unter Margot Honecker.
    Und einmal im Jahr gehen wir in die Kirche und sind ganz besinnlich bei Ochs und Esel und dem Kind in der Krippe.
    Heutzutage würden die Hirten die Krippe also leer vorfinden.
    Verlogene Zeit!

  11. Das ist so unendlich traurig ! Das einzige ,was diese politische armut und herzlosigkeit relativiert ,sind die bürger hamburgs die so viel herz haben und wissen ,das man nicht einfach weg guckt und hilft ,wenn menschen in not sind ! Ich bin stolz auf die hamburger ,weil sie so viel herz haben ! Schäm dich , olaf scholz !!!

  12. […] schreiben sich alle gern auf die Fahnen – aber wenn die Kinder arme, gar obdachlose Eltern haben, setzt sich so schnell dann doch keiner für sie […]

  13. Das ist ein Verbrechen (Kindesmißhandlung).
    Da es aber icht individuell und privat, sondern institutionell begangen ist, ist es ein Verbrechen Gegen die Menschlichkeit gemäß der seit 1945/46 (Nürnberg) gesicherten internationalen Rechtsprechung.
    Das Delikt ist unverjährbar.

    Soplange die schildigen leben können und müssen sie zur Verantwortung gezogen werden.

    hella

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