Papst Franziskus lädt ein : Wohnungslose pilgern nach Rom

Papst Franziskus hat ein Herz für Obdachlose. Foto: Frank Dries, Straatnieuws/INSP

70 Hamburger Wohnungslose werden im November nach Rom pilgern und dort den Papst treffen. Franziskus hat alle Obdachlosen Europas zu sich eingeladen.

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„Wie sehr wünsche ich mir eine arme Kirche für die Armen!“, hat der Papst gesagt. Dass Franziskus diese Worte ernst meint, zeigt eine besondere Einladung: Wohnungs- und Obdachlose aus ganz Europa werden mit ihm im November eine Messe feiern. Sie gehören zum „verletzlichsten Teil der Gesellschaft“ und werden „oft als Ausgestoßene behandelt“, zitiert die Pressestelle des Vatikans den Papst. Mit dem Treffen will Franziskus diesen Menschen zeigen, dass ihr Platz „im Herzen der Kirche und im Herzen Gottes“ ist.

Dass gerade dieser Papst die Begegnung ermöglicht, ist für Pater Jan Roser kein Zufall: Franziskus ist „in Verhältnissen aufgewachsen, die seinen Blick für Gerechtigkeitsfragen geschärft haben“, sagt der Geistliche Rektor der Katholischen Akademie. Der Projektleiter ist einer derjenigen, die gut 70 Hamburger Wohnungslosen und 30 Begleitern die viertägige Pilgerfahrt ermöglichen: „Die Idee ist so genial, dass ich sofort Ja gesagt habe.“

Interview mit Papst Franziskus
„Ich vermisse die Straße“
Er gilt als Fürsprecher der Armen: Papst Franziskus. Umso schöner ist es, dass das niederländische Straßenmagazin „Straatnieuws“ ein Interview mit ihm führen konnte. Ein Gespräch über Franziskus’ Kindheit, sein Leben als Papst, den Reichtum der Kirche und die Pflicht, soziale Missstände anzuprangern.

Hinz&Künztlerin Elzbieta sagt: „Diese Reise ist für meine Seele“, so die gläubige Katholikin. „So etwas erlebst du nur ein Mal.“

Auf der Homepage der Caritas können Sie die Wallfahrt mit einer Spende unterstützen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.fratello2016.org.

Artikel aus der Heft-Ausgabe:
Über den Autor
Ulrich Jonas
Freier Journalist und Hinz&Kunzt-Autor aus Leidenschaft, schreibt seit vielen Jahren über Armutslöhne, Ausbeuter und Ideen für eine solidarische Gesellschaft.

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