#VendorWeek : „Die Zeitschrift gibt mir Struktur“

#VendorWeek
Steve verkauft The Big Issue UK in London. Foto: Andrew Burns.

Steve Taylor (44) hat schreckliche Zeiten hinter sich. Früher machte er mit seinem Hund Platte an einer U-Bahn-Station. Seit er The Big Issue UK in London verkauft, geht es bergauf.

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Was war bisher der größte Erfolg in Ihrem Leben?

Vater zu werden. Ich habe vier Kinder – zwei Söhne und zwei Töchter – und zwei Stiefkinder. Sie sind meine Welt. Ich würde alles für sie tun. Vor drei Monaten wurde ich zum ersten Mal Großvater und noch einmal vor sechs Wochen. Was für eine Freude.

Was war Ihre größte Herausforderung?

Ich habe viele schwere Zeiten hinter mir. Besonders schrecklich war jedoch die Zeit, als ich nach dem Ende einer Beziehung für sechs Monate lang in der Nähe der Euston Station geschlafen habe. Nur ich, mein Hund und ein Schlafsack – draußen in der Kälte. Das möchte ich nie wieder erleben.

Welche Hoffnungen haben Sie für die Zukunft?

Das Einzige, was ich sehen möchte sind wie meine Kinder glücklich aufwachsen und in ihrem Leben erfolgreich sind. Ich habe mein eigenes kleines Mini-Geschäft mit dem Verkauf von The Big Issue und das hält mich jetzt auf Trab. Wenn ich arbeiten kann, mein eigenes Mini-Geschäft betreibe und meine Kinder glücklich sind, dann freue ich mich.

Ich habe sechs Monate in der Nähe einer U-Bahn-Staton geschlafen– Big-Issue-Verkäufer Steve

Was ist das Besondere an Ihrem Land?

London ist die beste Stadt der Welt. Ich habe schon woanders in Großbritannien gelebt – ein Jahr in Liverpool, ein Jahr in Wales – und ich habe mich immer wieder nach London zurückgesehnt. Ich liebe mein Land, und es war großartige in diesen Orten mit so vielen liebenswerten Menschen zu wohnen. Aber London hat für mich eine besondere Anziehungskraft. Ich bin stolz darauf, in London geboren und aufgewachsen zu sein. Aber ich bin auch stolz darauf, Brite zu sein.

Kinder sollten nicht leiden

Wenn Sie einen Tag lang die Welt regieren könnten, was würden Sie tun?

Das erste, was ich tun würde, wäre das Geld (was an so manchen Ecken verschwendet wird) zu nehmen und in den Kampf gegen Kinderarmut zu stecken. Kinder sollten nicht leiden. Das ist nicht richtig.

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Wie hat der Verkauf von The Big Issue Ihr Leben verändert?

The Big Issue hat mich schon in den verschiedensten Momenten wieder auf den richtigen Weg gebracht. Ich bin von Beruf Bauarbeiter und Ingenieur, leide aber an lähmender Arthritis und habe deswegen immer nur sehr schwer Arbeit gefunden. The Big Issue war immer für mich da, wenn ich sie brauchte, und dafür werde ich immer dankbar sein. Die Zeitschrift gibt mir Struktur. Ich habe das Magazin nach einer schweren Zeit im Oktober wieder verkauft und es hat mir wieder auf die Beine geholfen.

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von INSP.ngo / The Big Issue Australia

Über den Autor
Andrew Burns

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