St. Georg

Hinz&Kunzt ist umgezogen!

Hinz&Kunzt hat ab sofort ein neues Zuhause. Neben der Geschäftsstelle ziehen auch 24 ehemals obdachlose Menschen in den Neubau in St. Georg ein.

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Obdachlose

Vertreibung mit Kübeln und Kugeln

In St. Georg und Ottensen sollen Obdachlose vertrieben werden: mit Blumenkübeln von ihren Schlafplätzen und mit Metallkugeln von Pollern, auf denen sich manche hinsetzten. Dagegen regt sich Protest.

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Hauptbahnhof 

Obdachloser stirbt mit nur 38 Jahren 

Am Montag wurde ein 38-jähriger Obdachloser auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs tot aufgefunden. Er passt in eine traurige Statistik: Obdachlose, die im vergangenen Jahr starben, wurden im Schnitt nur 43 Jahre alt.

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St. Georg

Suppenkoch Volker Schmidt ist tot

Nach langer Krankheit ist der Gründer des Vereins „Hamburg is(s)t gut“ verstorben. Jahrelang hatte Volker Schmidt in St. Georg kostenloses Essen an Bedürftige ausgegeben. Sein Verein sammelt nun Spenden für eine Seebestattung.

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Advent, Advent!

(aus Hinz&Kunzt 214/Dezember 2010)

Hier macht die Vorfreude aufs Fest gleich noch mal so viel Spaß: zwei Hamburger Highlights abseits der bekannten Weihnachtsmärkte

Rundgänge durch St. Georg
Kaffee trinken und ausgehen lässt es sich trefflich in St. Georg. Doch wo heute Cafés und Boutiquen das Straßenbild bestimmen, konnte man vor 25 Jahren beim „Geflügelmörder“ Fleisch kaufen oder den Mäusen zusehen, die in einer Backstube auf dem Tisch tanzten. Anwohnerin Maren Cornils hat sich ausgiebig mit der Geschichte ihres Viertels beschäftigt und erzählt davon bei einstündigen Stadtrundgängen. Zwischen Mariendom und Dreieinigkeitskirche, in versteckten Hinterhöfen und Passagen, gibt es jede Menge Kunst und Handwerk zu entdecken: Straßenskulpturen, das älteste Fachwerkhaus Hamburgs und moderne Bausünden. Vielerlei Betriebe, vom Kelleratelier bis zur Werkstatt für Luxuskarossen, vom Glasbläser bis zur Siebdruckwerkstatt, liegen auf der Route. Unterwegs wird Cornils ganz bestimmt auch auf steigende Mieten und die Vertreibung von Handwerksbetrieben und weniger solventen Mietern zu sprechen kommen. •

Rundgänge an den Adventssonntagen: 5./12./19.12., 11 und 15 Uhr, 12/9 Euro. Treffpunkt: Lange Reihe 75, Innenhof Koppel 66. Hier findet auch die beliebte Adventsmesse statt, jeweils Fr–So, 11–19 Uhr.
Puppenstubenbesuch im Gängeviertel
Wiedersehen mit der „Puppenstube“ im Gängeviertel – wenigstens für ein paar Wochen. Eine Ausstellung erzählt mit Fotos, Dokumenten und natürlich Puppen von früher. Mehr als 30 Jahre gab es in Brigitte Lohrmanns Laden am Valentinskamp Künstlerpuppen, Marionetten und Teddybären. 2001 zog Lohrmann wegen gestiegener Miete ins Hanseviertel. Aus Altersgründen schloss sie 2006 den Laden endgültig. Rund um die Schau wird außerdem ein Live-Programm geboten. Zum Beispiel kommt „Rositas Puppenbühne“ zu Besuch. Das interaktive Puppenspiel wurde von der Menschenrechtsorganisation „Peace Brigades“ in Mexiko entwickelt, um Erwachsene aus verfeindeten Dörfern zu versöhnen. Kindern gefiel das aber auch. Also können sich in Hamburg nicht nur große Zuschauer, sondern auch kleine zwischen vier und zehn Jahren spielerisch in die Gefühle anderer versetzen und am Ende sogar das Geschehen mitbestimmen. • XniP: FBTT4T

Ausstellung vom 5.12.–24.12., immer Do–So, 15–19 Uhr, Valentinskamp 34, Eintritt frei. Interaktives Theater „Der Hase im Mond“, Sa, 11.12., 16 Uhr, Eintritt frei.
Bitte Sitzkissen mitbringen.

Text: Sybille Arendt