Spendenaktion gestartet : Rathauspassage wird umgebaut

Die Rathausenpassage soll künftig von Licht durchflutet werden. Grafik: me di um Architekten Roloff · Ruffing + Partner

Am Mittwoch hat der Umbau der Rathauspassage offiziell begonnen. Durch ein Fenster zur Kleinen Alster soll die Passage attraktiver werden. Um das zu finanzieren, startet parallel eine Spendenkampagne.

Die Rathauspassage in der Hamburger Innenstadt besteht seit 1998 als Ort der Begegnung mit Antiquariat und Gastronomie, an dem Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsalltag integriert werden. Betrieben wird die Passage von einer gemeinnützigen Gesellschaft, die auf den ehemaligen Diakoniechef und Landespastor Stefan Reimers zurückgeht.

Bis heute beibehalten hat die fensterlose Passage, die sich in der unterirdischen Verbindung zwischen Rathausmarkt und S-Bahn befindet, den wenig attraktiven Charakter einer Unterführung. Das wird sich nun ändern. Durch den Umbau, der am Mittwoch offiziell begonnen hat und der bis mindestens 2021 andauern soll, wird ein Fenster zur Kleinen Alster entstehen und die Passage so mit Licht durchflutet. So sollen sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessern und die Passage für Besucher attraktiver werden.

Komplizierte Bauarbeiten

Dadurch, dass die Passage etwa einen halben Meter unterhalb der Wasserlinie der Alster liegt, muss laut Passage-Leiter Björn Dobbertin im Rahmen der Bauarbeiten ein Flutschutz eingerichtet werden, was die Bauarbeiten besonders kompliziert mache. Grundlage für den Umbau sind Pläne, die ursprünglich von Studierenden an der HafenCity Universität entwickelt worden sind und heute von „me di um – Architekten“ umgesetzt werden.

Diakoniechef und Landespastro Dirk Ahrens übergibt die erste Förderaktie an Staatsrat Jan Pörksen. Foto: Kirche-Hamburg.de / Hagen Grützmacher

Um den Umbau, der insgesamt 4,4 Millionen Euro kosten soll, zu finanzieren, fehlen laut Diakoniechef und Landespastor Dirk Ahrens, der auch Hinz&Kunzt-Herausgeber ist, aber noch rund 1,2 Millionen Euro. Zusammenkommen sollen die durch den Verkauf von Förderaktien. Die können Interessierte ab Oktober im sogenannten Charity Shop gleich neben der Baustelle oder online erwerben. Die Aktien sind zwischen 100 und 1000 Euro pro Stück wert. Je nach Aktienwert können Förderaktionäre ihren Namen auf einer der tragenden Säulen der neuen Rathauspassage eingravieren lassen. Verwaltet werden die Spenden von der Diakoniestiftung „MitMenschlichkeit“.

Neben dem Charity Shop, der während der Umbauphase weiterbetrieben wird, planen die Betreiber der Rathauspassage regelmäßig beim monatlichen Stadtteilfest „FlohZinn“ in Wilhelmsburg, aber auch bei anderen Veranstaltungen in der Stadt präsent zu sein, und über den Fortschritt der Bauarbeiten zu informieren.

Über den Autor
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig. Seit September 2019 Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion.

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