Hotelunterbringung von Obdachlosen : Neue Spende ermöglicht längere Unterbringung

Kai Greve (Alimaus), Michael Kaib (Reemtsma), Dirk Ahrens (Diakonie), Stephan Karrenbauer (Hinz&Kunzt) bei der Präsentation des Hotelprojekts für Obdachlose im April. Foto: Mauricio Bustamante

Seit Mitte April schlafen insgesamt mehr als 170 Obdachlose in Hamburger Hotels. Dank einer erneuten Spende der Reemtsma Cigarettenfabriken, können nun alle bis mindestens Mitte Juni bleiben.

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Gute Nachrichten für die Obdachlosen, die momentan in Hamburger Hotelzimmern untergebracht sind: Mindestens bis Mitte des Monats haben alle ein sicheres Dach über dem Kopf. Möglich macht das eine weitere Spende der Reemtsma Cigarettenfabriken von 50.000 Euro an die Alimaus. Das Besondere: Die Hälfte dieses Geldes kam durch eine selbst initiierte Spende von Mitarbeiter*innen des Hamburger Unternehmens zustande, die andere Hälfte wurde vom Unternehmen zugesteuert.

„Auch wenn es Anlass zu vorsichtigem Optimismus gibt, ist die Corona-Krise längst nicht überwunden. Gerade die Abstands- und Hygieneregeln gelten unverändert fort. Menschen ohne Obdach sind deshalb nach wie vor besonders gefährdet und verdienen weiter die volle Unterstützung von uns und unseren Projektpartnern“, sagt Michael Kaib, Sprecher des Reemtsma-Vorstands.

Erfolgsmodell dezentrale Unterbringung

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Die erneute Spende kommt zu den jeweils 150.000 Euro dazu, die bereits im April von Reemtsma an die Alimaus und Hinz&Kunzt gingen. Gemeinsam mit der Diakonie bringt die Alimaus momentan 120 Menschen unter – durch die erneute Spende und weitere Zuwendungen vom Hamburger Gabenzaun und aus dem Corona-Fonds der Diakonie, kann das nun bis Mitte Juni weitergeführt werden. Über Hinz&Kunzt sind außerdem mehr als 50 Obdachlose bis mindestens Ende Juni untergebracht. Hinz&Kunzt hatte sich von Beginn an entschieden, weniger Obdachlose unterzubringen. Diese aber für mindestens drei Monate.

Diakoniechef und Hinz&Kunzt-Herausgeber Dirk Ahrens ist begeistert vom Projekt: „Die letzten Wochen haben gezeigt: Die zahlreichen Spenden und das gute Zusammenspiel zwischen Straßensozialarbeiterinnen und Straßensozialarbeitern und den engagierten Hoteliers machen die dezentrale Unterbringung zum  Erfolgsmodell: Es schützt erfolgreich vor Corona, ist kosteneffizient und stabilisiert zusätzlich die Menschen.”

Autor*in
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig. Seit September 2019 Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion.

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