Housing Action Day : Neue Proteste gegen Mietenwahnsinn

Alte Forderung – hier vom Mietenmove 2018 – bleibt weiter aktuell. Archivbild: BELA

Gegen steigende Mieten und für ein Recht auf Wohnung wollen am Samstag Initiativen aus dem Netzwerk „Recht auf Stadt“ demonstrieren. Protest richtet sich auch gegen SPD und Grüne.

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Beim diesjährigen Housing Action Day am Samstag wird es ironisch zugehen: Hamburg sei auf dem besten Weg, in die Top 3 der „High Class Cities of Better Living“ aufzusteigen, heißt es im Aufruf von Initiativen aus dem Netzwerk „Recht auf Stadt“: „Das muss doch gefeiert werden!“ Eine kaum ernstzunehmende Aufforderung, denn wie im Dezember bekannt wurde, sind die Mieten in Hamburg um 7,3 Prozent gestiegen – so stark wie viele Jahre nicht mehr.

Ab 14 Uhr soll der Aktionstag am Quartierspark in der Neuen Mitte Altona beginnen – zeitgleich mit ähnlichen Aktionen in anderen Städten. Zu den Forderungen, die die Organisator:innen aufstellen, gehört etwa das Senken der Mieten und Wohnungen für alle. „Eine würdevolle und sichere Wohnung ist die dritte Haut jedes Menschen und ein Grundbedürfnis. Massenunterkünfte und die Straße bieten keinen Schutzraum“, heißt es im Aufruf zum diesjährigen Housing Action Day. Weitere Proteste sind für Samstag in St. Georg und Harburg angekündigt.

Bereits am Donnerstag rufen die Volksinitiativen „Keine Profite mit Boden und Miete“ zu Kundgebungen vor den Hamburger Büros der Regierungsparteien SPD und Grüne auf. Der Senat habe den Wohnungsbau weitgehend privaten, auf hohe Rendite orientierten Unternehmen überlassen und ihnen dafür jedes Jahr öffentliche Flächen zur Verfügung gestellt, kritisieren die Initiativen, zu denen auch die beiden Mietervereine gehören. Sie fordern unter anderem, dass die Stadt grundsätzlich keine Grundstücke mehr privatisiert. Dafür wollen sie ab 11 Uhr vor der SPD-Zentrale in der Kurt-Schumacher-Allee und ab 12.30 Uhr vor dem Grünen-Büro in der Burchhardtstraße protestieren.

Autor:in
Benjamin Laufer
Benjamin Laufer
Seit 2012 bei Hinz&Kunzt. Redakteur und CvD Digitales.

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