Pressemitteilung
„Für obdachlose Menschen ist dieses Wetter lebensbedrohlich“

Angesichts extremer Minusgrade warnt Hinz&Kunzt vor den Gefahren für obdachlose Menschen. „So schön der Schnee auch ist – für obdachlose Menschen ist dieses Wetter lebensbedrohlich“, sagt Geschäftsführer Jörn Sturm. „Kälteschutz ist kein Gnadenakt, sondern eine staatliche Pflicht. Wir appellieren an den Senat und die Verkehrsbetriebe, ihrer Verantwortung nachzukommen.“

Hinz&Kunzt fordert:

  1. Schutz für alle Obdachlosen jetzt sofort
    Die Notunterkünfte des Winternotprogramms sind bereits jetzt zu mehr als 85 Prozent ausgelastet. Die Stadt muss zusätzliche Schlafplätze bereitstellen und gegebenenfalls Hotelzimmer anmieten.
  1. Sicherheit bieten
    Trotz der Kälte verbringen weiterhin Menschen die Nächte im Freien – weil Notunterkünfte fast ausgelastet und eng sind, zu hohe Hürden haben oder als unsicher erlebt werden. Die Stadt, Hochbahn und Deutsche Bahn müssen für sie öffentliche, geschützte und warme Räume wie Bahnhöfe rund um die Uhr offen halten.
  1. Keine Verdrängung bei Minusgraden
    Egal ob in Bahnhöfen oder öffentlichen Orten, die Schutz bieten. In den kommenden Tagen gilt noch mehr als sonst: Niemand darf von diesen Orten vertrieben werden.

Obdachlose nicht alleine lassen

Hinz&Kunzt setzt auch auf die Hilfsbereitschaft der Hamburger:innen. „Das Wetter am Wochenende wird extrem. Deshalb heißt es jetzt erst recht: Augen auf und Obdachlose nicht alleine lassen“, sagt Jörn Sturm. Wer Menschen in Not sieht, sollte sie ansprechen – lieber einmal zu viel als zu wenig. Wenn man den Eindruck hat, etwas stimmt mit dem obdachlosen Menschen nicht, sollte man nicht zögern und den Notruf 112 wählen.

Autor:in
Sybille Arendt
Sybille Arendt
Sybille Arendt ist seit 1999 dabei - in der Öffentlichkeitsarbeit und der Redaktion.