Wasser Marsch!

Benjamin Adrion, Ex-Fußball-Profi vom FC St. Pauli, baut mit seinem Hilfsprojekt Viva con Agua Brunnen in der Wüste

(aus Hinz&Kunzt 183/Mai 2008)

Für meinen Sohn David, acht Jahre alt und seit mindestens vier Jahren Fan des Kiezklubs, ist eines glasklar: Wenn jemand am Verdursten ist, dann gibt man ihm zu trinken. Und der Reichere zahlt den Brunnen, logisch.

„Ich bin dankbar, dass ich am Leben bin“

Ken Hensley war ein Rockstar: als Keyboarder und Kopf der Hardrockband Uriah Heep. Doch es gibt ein Leben nach dem Erfolg – und dem Absturz

(aus Hinz&Kunzt 183/Mai 2008)

Uriah Heep? Wo deren Platten stehen? Den Plattenhändler meines Vertrauens kann eigentlich nichts erschüttern. Doch diesmal zucken seine Mundwinkel merklich und er sieht mich starr an. Mit einem Kopfnicken weist er mich dann doch in die richtige Richtung. Da stehen sie ja: ein Dutzend Platten von Uriah Heep. Die mit dem Spinnenwebengesicht drauf, „Very ’eavy, very ’umble“ und das Live-Doppelalbum vom Januar 1973, ganz in Schwarz gehalten. Im Beiheft ein Foto: der damalige Kopf der Band, Ken Hensley, an der Orgel, in grelles Scheinwerferlicht getaucht. Ach, Kinder, ist das lange her! Mehr als 35 Jahre …

Keine Kohle, aber eine coole Sache

Das ist Sportsgeist: Journalist Oliver Wurm hat Hinz&Kunzt eine fette Beilage zur Fußball-EM geschenkt. Viele Teamplayer haben ihn dabei unterstützt

(aus Hinz&Kunzt 184/Juni 2008)

Oliver Bierhoff, Günter Netzer, Jürgen Klopp, Lothar Matthäus, Udo Lattek – dass diese ganz Großen des Fußballs Autoren in unserer Beilage zur Europameisterschaft sind, haben wir einem Mann zu verdanken, den wir vor ein paar Wochen noch gar nicht kannten: Oliver Wurm, freier Journalist und Medienberater – und echter Hinz&Kunzt-Fan.

Mindestlohn in der Pflege!

Landespastorin Annegrethe Stoltenberg und Finanzvorstand Stefan Rehm vom Diakonischen Werk Hamburg über die Not diakonischer Betriebe und die Bezahlung in der Pflegebranche

(aus Hinz&Kunzt 184/Juni 2008)

H&K: Das Fernsehmagazin „Report“ berichtete kürzlich über eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die als Mitarbeiterin eines diakonischen Pflegeheims in Berlin so wenig Lohn bekommt, dass sie ergänzend Hartz IV beziehen muss. Gibt es solche Fälle auch in Hamburg?

Mehr Nähe, mehr Schutz

Hausbesuche statt Fallmanagement: Bremens Jugendämter haben auf den gewaltsamen Tod des kleinen Kevin reagiert. Teil zwei unserer Serie

(aus Hinz&Kunzt 185/Juli 2008)

Bremen, an einem Freitagabend. Christa Beißert hat gerade einen Anruf bekommen und ruft sofort ein Taxi. Die Jugendamtsmitarbeiterin betreut an diesem Wochenende mit ihrem Kollegen Günter Friedrich das Kinder- und Jugendnotdiensttelefon, das die Stadt Bremen vor wenigen Monaten eingerichtet hat: „Seit der kleine Kevin so schrecklich zu Tode gekommen ist, hat sich hier einiges getan. Jetzt gibt es endlich das Nottelefon, über das wir rund um die Uhr erreichbar sind.“

„Hinfallen darf man. Aufstehen muss man!“

Schwergewicht Wladimir Klitschko geht mit Sportjournalist Oliver Wurm über zwölf Runden

(aus Hinz&Kunzt 185/Juli 2008)

„The Champ comes home“ – Der Champion kommt nach Hause, steht auf den Plakaten, die das Box-Highlight des Jahres ankündigen. Der Champ – das ist Wladimir Klitschko. Sein Zuhause: Hamburg. Ein Zuhause, müsste es korrekt heißen. „Hamburg ist meine Wahlheimat“, sagt der 32-Jährige im Gespräch mit Hinz&Kunzt. „Daher war es mein Herzenswunsch, nach acht Jahren wieder einen großen Kampf hier zu veranstalten.“ Am 12. Juli ist es soweit: Klitschko verteidigt seine WM-Titel der Verbände WBO, IBF und IBO gegen den Amerikaner Tony Thompson. Mit Hinz&Kunzt ging Klitschko vorab über zwölf Runden. Genauer: über zwölf Stichworte.

„Nicht lockerlassen!“

Seit 15 Jahren schreibt Hinz&Kunzt-Verkäufer Erich Heeder an Politiker – jetzt macht er ein Buch daraus
(aus Hinz&Kunzt 185/Juli 2008)

Erich Heeder schreibt an Bürgermeister Henning Voscherau. Erich Heeder schreibt an Bürgermeister Ortwin Runde. Erich Heeder schreibt an Bürgermeister Ole von Beust. Briefe an Fraktionsvorsitzende und Bezirks-amtsleiter, an Sozialsenatorinnen und Bundesminister. An Zeitungen, Unternehmen und Verbände. Heeder ist Hinz&Kunzt-Verkäufer. Seine politische Korrespondenz aus 15 Jahren bringt der 55-Jährige demnächst als Buch heraus – 600 Seiten stark.

Fördern ohne Kuscheln

Der Verwaltungsrechtler Till Steffen ist der erste grüne Justizsenator in Hamburg und der jüngste, den die Stadt je hatte

(aus Hinz&Kunzt 186/August 2008)

Dass der neue Justizsenator ein Grüner ist und Till Steffen heißt, war für viele CDU-Politiker offensichtlich schon lange gut vorstellbar. Im Dezember 2006 trafen wir einen engen Mitarbeiter des damaligen Justizsenators Carsten Lüdemann (CDU). Angesprochen darauf, dass der Kusch-Nachfolger zwar viel umgänglicher wirke, aber gerade dabei sei, das deutschlandweit schärfste und fachlich umstrittenste Strafvollzugsgesetz auf den Weg zu bringen, entfuhr es ihm: „Ach, das wird schon nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird, wo doch der nächste Justizsenator Till Steffen heißen könnte …“

Geschärfter Blick für Hamburgs Sorgenkinder

Verwahrloste Kinder liefern Schlagzeilen. Negative. Deshalb musste sich in Hamburgs Jugendämtern einiges ändern. Der dritte Teil unserer Serie

(aus Hinz&Kunzt 186/August 2008)

Stundenlang irren zwei Kleinkinder nur mit Windeln bekleidet durch das Phönixviertel in Harburg. Erst die Polizei holt sie von der Straße, und das Jugendamt … Stop! Halt! So wie einige Hamburger Zeitungen Anfang Juli ausführlich beschrieben, ist es nicht gewesen: „Es war ganz klar kein Fall von Kindesvernachlässigung“, heißt es aus dem Umfeld des Harburger Jugendamtes, das die Familie der Kinder betreut.

Mücke mit Gefühl

Als Veronika Rotfuß beim Hinz&Kunzt-Schreibwettbewerb den 2. Platz erreichte, erkannte der Carlsen Verlag ihr Talent. Jetzt erscheint ihr erster Roman

(aus Hinz&Kunzt 186/August 2008)

Hinz&Kunzt hat Veronika Rotfuß Glück gebracht: Die junge Autorin gewann den zweiten Platz in unserem Schreibwettbewerb 2006. Dadurch wurde auch der Carlsen Verlag auf die 28-Jährige und ihre Protagonistin Mücke aufmerksam.