Flüchtlingsarbeit : Annegrethe Stoltenberg wird Ombudsfrau

Früher Hinz&Kunzt-Herausgeberin, jetzt Ombudsfrau für Flüchtlingshilfe: Annegrethe Stoltenberg. Foto: Dmitrij Leltschuk

Der Hamburger Senat setzt eine zentrale Forderung der Flüchtlingsinitiativen um und richtet eine Ombudsstelle ein. Als Ombudsfrau wurde die ehemalige Landespastorin und Hinz&Kunzt-Herausgeberin Annegrethe Stoltenberg gewonnen.

Anzeige

In Hamburg gibt es künftig eine unabhängige Anlaufstelle für Beschwerden von Flüchtlingen, freiwilligen Helfern und Mitarbeitern in den Flüchtlingsunterkünften. Flüchtlingsinitiativen hatten vielfach solch eine vermittelnde Instanz eingefordert. Jetzt verständigte sich das Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen (BHFI) zusammen mit dem Zentralen Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) und der Sozialbehörde auf ein Konzept für solch eine Ombudsstelle. Das Amt bekleiden wird Annegrethe Stoltenberg, ehemalige Landespastorin und Hinz&Kunzt-Herausgeberin.

„Die Engagierten in den Flüchtlingsinitiativen sind häufig die ersten Ansprechpartner, wenn es Schwierigkeiten gibt“, sagt Johanna von Hammerstein vom BHFI. „Sie sind selbst Kummerkasten für Geflüchtete, erleben aber auch selbst manch Frustrierendes im Umgang mit Einrichtungen oder Behörden.“

Das soll sich künftig ändern. Die neue Ombudsstelle soll zwischen den unterschiedlichen Instanzen vermitteln und mögliche Konflikte verhindern. Zugleich erhalten die ehrenamtliche Ombudsfrau und ihre Mitarbeiter das Recht zu unangemeldeten Besuchen in allen Unterkünften. Dadurch sollen etwaige Missstände unabhängig überprüfbar werden. Das BHFI sammelt auf seiner Homepage Problemfälle, bereitet sie auf und stellt sie der Ombudsstelle zur Verfügung.

Ausgestattet wird die Schlichtungsstelle neben der ehrenamtlich tätigen Leitung zunächst mit zwei Vollzeitstellen.

Über den Autor
Jonas Füllner
Studium der Germanistik und Sozialwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 2013 bei Hinz&Kunzt - erst als Volontär und inzwischen als angestellter Redakteur.

Diskutieren Sie mit uns!

Wenn Sie mit uns diskutieren wollen, besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns einen Leserbrief an redaktion@hinzundkunzt.de.