Im Friedensdorf Oberhausen werden Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten medizinisch versorgt. Trotz schwerer Diagnosen ist das Gelände kein Ort der Traurigkeit.
Maryam schenkt Tee in kleine Plastikbecher ein und verteilt sie auf den Tischen. Die Elfjährige hilft mit, räumt auf und kümmert sich um die anderen Kinder. Dabei wirkt sie oft eher wie eine Erwachsene als wie ein Kind. Was nicht verwundert: Eine schmale Narbe, die am Halsausschnitt ihres grauen Pullovers hervorblitzt, verrät etwas von dem, was hinter ihr liegt.
„Maryam kam im vergangenen Herbst aus der afghanischen Provinz Kapisa mi...
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