Mietenreport 2026

Große Angst vor steigenden Mieten

n Metropolen ist Wohnen besonders teuer. Foto: Actionpress / Imagebroker
n Metropolen ist Wohnen besonders teuer. Foto: Actionpress / Imagebroker
In Metropolen ist Wohnen besonders teuer. Foto: Actionpress / Imagebroker

Menschen mit wenig Geld müssen in Deutschland oft hohe Mieten zahlen, so das Ergebnis einer neuen Umfrage. Bei der Ernährung oder der Gesundheit müssen sie deshalb sparen, warnt der Deutsche Mieterbund.

Jede:r zweite Mieter:in in Deutschland hat Angst, im Falle einer Kündigung keine neue Wohnung zu finden. Das ist ein Ergebnis des „Mietenreport 2026“, den der Deutsche Mieterbund am Dienstag (1. September) vorgestellt hat. Grundlage der Daten sind eine von den Mieterschützer:innen beauftragte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, amtliche Statistiken sowie wissenschaftliche Studien.

Gut jede:r zehnte Haushalt (11,2 Prozent) in Deutschland muss mehr als 40 Prozent seines Einkommens für das Wohnen aufbringen, so der Report weiter. Bei Menschen mit geringem Einkommen (weniger als 1446 Euro netto monatlich) liege der Anteil sogar bei 35 Prozent.

„Steigende Mieten, hohe Nebenkosten und fehlender bezahlbarer Wohnraum führen dazu, dass immer mehr Haushalte bei grundlegenden Ausgaben sparen müssen und auf staatliche Unterstützung angewiesen sind“, warnt Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes. Laut der neuen Umfrage berichten 58 Prozent von gestiegenen Wohnkosten innerhalb der vergangenen zwölf Monate. 29 Prozent der Befragten sorgen sich, ihre Miete künftig nicht mehr bezahlen zu können. Weber-Moritz fordert deshalb von der Bundesregierung: „Mieten begrenzen, Sozialwohnungen schaffen und Menschen vor dem Verlust ihrer Wohnung schützen.“

Dem widerspricht Andreas Breitner, Direktor des Verbands Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW): Jetzt die „Wohnkrise“ auszurufen, sei nicht der richtige Zeitpunkt. Die Sorgen der Menschen in Hamburg könne er teilen, so Breitner. Sie bräuchten einen „langen Atmen“, könnten allerdings auch im ländlichen Raum fündig werden. Schließlich würde in Regionen wie Dithmarschen, Mittelholstein und Vorpommern weiterhin „die Wohnung den Mieter oder die Mieterin suchen und nicht umgekehrt“.

Wie groß der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Hamburg ist, verdeutlicht eine weitere Zahl: 100.000 Wohnungssuchende stehen allein bei der städtischen Saga auf der Warteliste.

Artikel aus der Ausgabe:
Hinz&Kunzt-Titelseite zeigt eine stark geschminkte Frau mit einem Klitzerkugel-Helm und bunten Federn darauf.

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Autor:in
Jonas Fabricius-Füllner
Jonas Fabricius-Füllner

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