Corona : Wie Hinz&Kunzt den Lockdown umsetzt

Hinz&Künztlerin Claudia geht an ihrem Verkaufsplatz auf Nummer sicher: Mit Maske und Desinfektionsmittel. Foto: Mauricio Bustamante

Trotz verschärfter Lockdownmaßnahmen läuft der Hinz&Kunzt-Verkauf weiter. Unser Geschäftsführer Jörn Sturm erklärt, wieso das so wichtig ist.

Für viele unserer Verkäufer*innen ist Hinz&Kunzt gerade jetzt als Anlaufstelle wichtiger denn. Wir haben schon bei den Verschärfungen Mitte Dezember gemerkt, wie groß die Sorge der Hinz&Künztler*innen war, dass wir womöglich schließen müssen. Dabei geht es nicht nur darum, dass sie Magazine kaufen und damit etwas Geld verdienen können: Es geht auch um die Tasse Kaffee, die wir draußen vor der Tür anbieten und um die Gespräche, die sie mit dem Vertriebsteam oder den Kolleg*innen aus der Sozialarbeit führen können. Für viele sind wir ein Stück Heimat – und eine der wenigen Möglichkeiten im geschrumpften Hilfesystem überhaupt noch Unterstützung zu finden. Deshalb ist es wichtig, dass der Verkauf des Straßenmagazins weitergeht. Natürlich mit Hygieneauflagen.

Selbstverständlich setzen wir auch die aktuellen behördlichen Auflagen um: Wir statten die Hinz&Künztler*innen mit Einweg- oder FFP2-Masken aus, auch wenn sie fast ausschließlich im Freien verkaufen. Und unser Team arbeitet schon seit Monaten nur mit einer Minimal-Besetzung in der Geschäftsstelle. Wer nicht vor Ort sein muss, um den Zeitungsvertrieb oder die Sozialberatung zu gewährleisten, arbeitet im Homeoffice. Und durch unser Hygienekonzept versuchen wir maximalen Gesundheitsschutz zu gewährleisten und trotzdem in dieser schwierigen Lage für Obdach- und Wohnungslose da zu sein.

Autor*in
Jörn Sturm
Seit 2019 Geschäftsführer von Hinz&Kunzt

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