Stadtteil-Gesundheitszentrum : Poliklinik Veddel öffnet

Freuen sich auf den Tag der offenen Tür in der neuen Poliklinik: Allgemeinmediziner Ole Bonnemeier mit Mitarbeiterin Franziska Franz, links, und Gesa Krenz von der Rechts- und Sozialberatung. Foto: Poliklinik.

Zu einem Tag der offenen Tür lädt das neue Stadtteil-Gesundheitszentrum Poliklinik Veddel am Samstag ein. Neben besserer medizinischer Versorgung bekommen Bewohner hier auch kostenlos Sozial- und Gesundheitsberatung.

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„Dass die Menschen auf der Veddel im Schnitt zehn Jahre früher sterben als in Blankenese, ist eine schreiende Ungerechtigkeit“, sagt Katja Schlegel. Die 40-jährige Juristin gehört zu einer Gruppe von rund 20 Ehrenamtlichen, die das neues Gesundheitszentrum Poliklinik Veddel im Stadtteil eröffnet haben.

Flyer zum Tag der offenen Tür der Poliklinik Veddel.

Ziel der Ärzte, Anwälte und Medienfachleute ist nicht nur eine bessere medizinische Versorgung: „Wir wollen ganzheitlich und nicht nur auf den Einzelnen schauen. Auch schlechte Luft, verschimmelte Wohnungen und Arbeitslosigkeit machen krank“, sagt Katja Schlegel.

Deshalb bietet die Poliklinik zwei mal die Woche (Montag von 10–12 Uhr und Dienstag 17–19 Uhr) eine kostenlose Gesundheits- und Sozialberatung an.

Herz der Poliklinik ist die Praxis des Allgemeinarztes Ole Bonnemeier. Bald sollen Sprechstunden von Kinder-, Frauen- und anderen Fachärzten sowie Präventionsprojekte hinzukommen.

Bislang kümmerte sich nur eine Allgemeinärztin um die knapp 5000 Bewohner des Stadtteils. Die sind eingeladen, die Zukunft der Poliklinik mitzugestalten.

Poliklinik Veddel, Am Zollhafen 5b, 20539 Hamburg
Tel.: 040–85 41 66 56, www.poliklinik1.org 

Artikel aus der Heft-Ausgabe:
Über den Autor
Ulrich Jonas
Freier Journalist und Hinz&Kunzt-Autor aus Leidenschaft, schreibt seit vielen Jahren über Armutslöhne, Ausbeuter und Ideen für eine solidarische Gesellschaft.

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