Verstorbener Obdachloser : Nachruf auf Klaus Triebe

Am Donnerstag fand der Trauergottesdienst für Klaus Triebe statt. Der Obdachlose vom Hamburger Hauptbahnhof, den viele als „Pauli“ kannten, war im April verstorben. Wir veröffentlichen einen Video-Nachruf auf Triebe. Mach’s gut, Pauli!

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Am Hauptbahnhof erinnern zahlreiche Blumen und Fotos an Klaus Triebe.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekommen verstorbene Obdachlose selten. Meistens sterben sie für sich allein, ohne Angehörige oder Freunde, die nach dem Tod an sie denken. Ein mal im Jahr richtet Hinz&Kunzt deshalb einen Trauergottesdienst für unsere verstorbenen Verkäufer auf dem Friedhof Öjendorf aus. Ihren Namen gravieren wir auf eine Plakette, die wir an unseren Gedenkbaum hängen.

Klaus Triebe hatte seinen eigenen Trauergottesdienst. Der 74-jährige Obdachlose, den viele unter seinem Spitznamen „Pauli“ kannten, hat viele seiner Tage am Hamburger Hauptbahnhof verbracht und sich dort Freunde gemacht. Nach seinem Tod Anfang April legten Bahnmitarbeiter, Taxifahrer und Andere immer wieder Blumen hinter dem Bahnhof nieder, um an „Pauli“ zu erinnern. Pastor Gunter Marwege von der Cityseelsorge der Stadtmission verabschiedete Klaus Triebe an Himmelfahrt in einem Gottesdienst in der St. Georgskirche. Darüber hat das Hamburg Journal des NDR einen sehenswerten Beitrag ausgestrahlt.

Dierk Becker und Maurice Timmann vom Kulturladen St. Georg haben Klaus Triebe in den vergangenen Jahren immer wieder mit der Videokamera begleitet. Die beiden haben einen Video-Nachruf erstellt und uns zugesendet. Wir zeigen ihn hier gerne:

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