Hinz&Kunzt-Check : Ignorieren Vermieter die Mietpreisbremse?

Laut Mieterschützern ignorieren Vermieter in Hamburg die Mietpreisbremse, weil sie keine Strafen fürchten müssen. Wir wollen überprüfen, ob das stimmt. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe.

Wohnungssuche
Trotz Mietpreisbremse müssen Wohnungssuchende nach wie vor viel Geld mitbringen.

Ignorieren Hamburger Vermieter die Mietpreisbremse? Inzwischen werden in Wohnungsannoncen durchschnittlich 12,45 Euro pro Quadratmeter verlangt. Das geht aus einer Studie des Gymnasiums Ohmoor in Zusammenarbeit mit dem Mieterverein zu Hamburg hervor. Seit der Einführung der Mietpreisbremse im Juli 2015 sind hohe Mieten nur noch aus drei Gründen zulässig: Die Wohnung wurde saniert, es handelt sich um eine Erstvermietung oder die Miete war bereits zuvor überhöht.

Wir bezweifeln, dass alleine diese Gründe den weiteren Mietenanstieg erklären. Auch der Mieterverein zu Hamburg sagt, die Vermieter würden das Gesetz ignorieren. Wir wollen es genau wissen: Stimmt das? Um das herauszufinden, bitten wir Sie in den kommenden Wochen um Mithilfe. Sollten Sie gerade umziehen, schicken Sie uns Informationen über Ihren alten Mietvertrag zu, am Besten per E-Mail.

Konkret interessieren uns: Adresse, Name des Vermieters, Wohnungsgröße, Höhe der Kaltmiete, Höhe der Nebenkosten, Ausstattung der Wohnung (Heizung/Bad) und gerne auch das Baujahr des Hauses. Die Daten werden von uns vertraulich behandelt und nicht ohne Rücksprache veröffentlicht. Wir wollen die (Preis-)Entwicklung der Wohnung nachverfolgen und herausfinden, ob Vermieter herumtricksen.

Diskutieren Sie mit uns!

Wenn Sie mit uns diskutieren wollen, besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns einen Leserbrief an redaktion@hinzundkunzt.de.