Mieterverein : Kostenlose Mietberatung für Hilfeempfänger

Gibt es Streit mit dem Vermieter, dann können Menschen mit geringen Einkommen weiterhin auf die Hilfe der Mietervereine zählen. Ein neuer Kooperationsvertrag zwischen der Behörde und den Mietervereinen sichert auch für die Zukunft eine kostenlose Beratung.

Betriebskosten
Geld zurück bekommt nur, wer sich gegen unberechtigte Forderungen des Vermieters wehrt.

Hamburger Mietervereine beraten Sozialhilfeempfänger und Asylbewerber seit mehr als zehn Jahren kostenlos. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation mit der Sozialbehörde. Die trägt die Kosten für die anfallende Arbeit beim Mieterverein zu Hamburg, bei Mieter helfen Mietern und beim Interessenverband Mieterschutz.

Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 1500 Leistungsempfänger Mitglied in einem der Mietervereine. Mit Erfolg: Insgesamt konnten die Betroffenen rund 130.000 Euro einsparen, indem beispielsweise fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen beanstandet und um den zu Unrecht erhobenen Betrag gekürzt wurden. In vielen Fällen konnten die Mietervereine darüber hinaus durch eine Beratung eine Kündigung des Mietverhältnisses und damit vielfach auch die drohende Obdachlosigkeit abwenden.

„Die Wohnung ist der Lebensmittelpunkt eines Menschen, deshalb ist es wichtig, dass leistungsberechtigte Mieterinnen und Mieter kompetente Unterstützung erhalten, wenn eine Notfallberatung erforderlich ist“, sagt Senator Detlef Scheele (SPD). „Ich freue mich, dass die Mietervereine den Leistungsberechtigten mit Rat und Tat zur Seite stehen und dies auch in Zukunft tun werden.“

Text: JOF
Foto: Actionpress

Diskutieren Sie mit uns!

Wenn Sie mit uns diskutieren wollen, besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns einen Leserbrief an redaktion@hinzundkunzt.de.