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Wie geht Frieden?

Schwerpunkt über Pazifismus in Kriegszeiten, Obdachlosenhilfe im Kriegsgebiet und Kriegsdienstverweigerung in der Ukraine. Außerdem: Arbeit mit Problemhunden, das Ende des Winternotprogramms und bildende Kunst von Erwin Wurm.

Dass wir als Monatsmagazin einen frühen Redaktionsschluss haben, verträgt sich oft nicht mit der Weltlage. So kam es, dass wir in unserer März-Ausgabe die russischen Bomben auf die Ukraine mit keinem Wort erwähnt haben, obwohl der Krieg längst wütete. Wie schön wäre es, wenn wir wieder zu spät dran wären: In dieser Ausgabe finden Sie ­einen Schwerpunkt zum Krieg gegen die Ukraine und dessen Folgen für uns alle. Vielleicht ist er ja schon vorbei, wenn Sie das hier lesen?

Unwahrscheinlich, zugegeben. Und selbst wenn es so wäre, hätte er trotzdem tiefe Spuren hinterlassen. Kann man angesichts der Gräuel­taten noch guten Gewissens pazifistisch bleiben? Darüber haben wir ­gesprochen mit dem ehemaligen Linken-Politiker Jan van Aken und Siemtje Möller (SPD), Staatssekretärin im Verteidigungsministerium. Wie dieser Krieg die Arbeit von Hilfsorganisationen für Obdachlose in der Ukraine verändert hat, lesen Sie in unserer Reportage. Und ein 33-jähriger Ukrainer erklärt, wieso er nicht sein Land verteidigt, sondern mit ­seiner Familie aus Kiew nach Berlin geflohen ist.

Aber keine Sorge, es geht nicht nur um den Krieg. Im Rest des ­Magazins bringen wir Sie auf andere Gedanken: über den bildenden Künstler Erwin Wurm, die Arbeit mit gefährlichen Hunden und die Zukunft der Obdachlosenhilfe in Hamburg zum Beispiel.

Übrigens: Unsere Hinz&Künztler:innen statten wir ab sofort mit neuen Verkaufsausweisen aus. Also bitte nicht wundern, wenn sie ­künftig einen QR-Code am Revers tragen. Und sollte Ihnen unser ­Titelmotiv von Street-Artist Neal gefallen: Sie können es als Kunstdruck in unserem Onlineshop kaufen.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!

Ihr Benjamin Laufer

Redaktion

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