Hinz&Kunzt ist das Hamburger Straßenmagazin. Die aktuelle Ausgabe können Sie bei einem der 500 Verkäufer in und um Hamburg erwerben. Mehr Infos in den FAQ.

Sie ist obdachlos. Und keiner sieht’s.

Auf dem Titel unserer ersten Ausgabe 2018 ist eine Frau zu sehen, der keiner ihre Obdachlosigkeit ansieht: In Hinz&Kunzt erzählt Nicole uns ihre Geschichte.

Eine Kampagne und eine Petition!

2018 ist ein ganz besonderes Jahr für uns: Wir werden 25 Jahre alt. Zwar erst am 6. November, aber wir machen das ganze Jahr über auf unsere Anliegen aufmerksam. Zum Beispiel mit der Kampagne „Ich lese Hinz&Kunzt, weil …“. Was Prominente dazu gesagt haben, können Sie auf Plakaten sehen – oder hier auf unserer Website.

Wollen Sie auch mitmachen? Dann schicken Sie uns ein (Handy-)Foto, auf dem Sie hinter einer Hinz&Kunzt hervorlugen. Dazu ergänzen Sie den Satz „Ich lese Hinz&Kunzt, weil …“ und schicken uns das Ganze: entweder an blog@hinzundkunzt.de oder sie posten es bei Instagram unter dem Hashtag #ichlesehinzundkunzt.

„Ich lese Hinz&Kunzt, weil …“ Ja, warum? Das wollen wir von Ihnen wissen! Reni Möckel und Sarah Lena Goos vom „Hamburger Gabenzaun“ haben uns dieses Foto geschickt. Sie sind uns treu, „weil nicht nur Zäune verbinden“. Foto: Sarah Lena Goos.

Unsere zweite Aktion macht uns stolz: eine Online-Petition an Bürgermeister Olaf Scholz für die Öffnung des Winternotprogramms. Erstmals hat ein Hinz&Künztler eine Lobbyaktion gestartet. Jörg hat zwar wieder eine Wohnung, er war aber jahrelang auf der Straße. „Es war schrecklich“, sagt er. „Man läuft den ganzen Tag wie im Tran durch die Stadt und findet keine Wärme und keinen Halt. Jetzt will ich meinen Kollegen draußen helfen.“

Ihre Birgit Müller, Chefredakteurin
(Schreiben Sie uns doch an info@hinzundkunzt.de)

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1 Kommentar zu “Sie ist obdachlos. Und keiner sieht’s.

  1. Muß man denn aus sehen, als ob man obdachlos währe ?? So wie ich noch in Erinnerung habe, waren viele erschrocken, wenn ich erzählt habe, das ich wohnungslos bin. Unter den Antworten war: „So siehst du gar nicht aus !!“ Es ist doch schön wenn man das nicht sieht, das einer eine Wohnung hat und der andere nicht. Es währe ja schlimm, wenn alles auf der Stirn stehen würde, wer was ist !! Schließlich will man wieder da hin, wo man eigendlich her gekommen ist, nämlich in einer Wohnung, auch wenn man keinen Job hat. Aber was will man denn machen, wenn die Wirtschaft meint, einen nicht mehr beschäftigen zu wollen. Wir können niemandem zwingen uns zu beschäftigen, genau so wie wir niemanden zwingen können uns eine Wohnung zu geben. Denn heut zu Tage wird das immer schwerer, als leichter. So lange niemand politisch da gegen arbeitet, wird sich auch nicht viel ändern.
    Diese Nicole hat doch das Glück, das sie noch die sozialen Bindungen hat, die man braucht
    um zu überleben. Wer diese verliert, ist verloren. All die jenigen, die dies noch besitzen, werden auch das finden was sie suchen. Das hoffe ich, für jede – jeden der die Hoffnung nicht auf der Strasse verliert.

    In diesem Sinn, Erich Heeder – HINZ&KUNZT VERKÄUFER

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