Zum Weinen schön

Durch Zufall zum Ballett, jetzt Erster Solist: Carsten Jung tanzt in der Hamburger Compagnie von John Neumeier

(aus Hinz&Kunzt 148/Juni 2005)

„Tanzen ist kein Job für mich, sondern eine Erfüllung. Etwas auszudrücken, was ich in mir finde, ist mir noch viel wichtiger, als eine Technik in Perfektion vorzuführen“, sagt der 30-Jährige. Jung, der seit 1994 zum Ensemble gehört und 1998 zum Solisten avancierte, ist eine Ausnahme: Unter den 56 Tänzern der Hamburger Compagnie ist er der einzige Deutsche. „Für einen Jungen hierzulande ist der Tänzerberuf offensichtlich kein Wunschziel“, sagt er. „Fußballer oder Tennis-Profi zu werden ist bestimmt verlockender. Viel Geld verdient man als Tänzer auch nicht.“

„Passagiere dritter Klasse“

Der tansanische Bischof Israel-Peter Mwakyolile über Armut, ethisches Handeln und Aids

(aus Hinz&Kunzt 149/Juli 2005)

100 Prozent billig

Der Discounter Lidl expandiert – auf Kosten der Beschäftigten?

(aus Hinz&Kunzt 149/Juli 2005)

Bespitzelung, Arbeitshetze und unbezahlte Überstunden: So beschreibt die Gewerkschaft ver.di die Arbeitsbedingungen der bundesweit rund 33.000 Lidl-Beschäftigten. Während das Unternehmen nach außen von einer Diffamierungskampagne spricht, zeigt die ver.di-Kampagne intern offenbar erste Wirkungen.

Anruf aus Hollywood

Studenten-Oscar für die Hamburger Schauspielerin und Regisseurin Ulrike Grote

(aus Hinz&Kunzt 149/Juli 2005)

Sie ist in den vergangenen Wochen zum Shooting-Star der deutschen Filmszene geworden: die Hamburger Regisseurin Ulrike Grote. Hollywood hat ihr für den Film „Ausreißer“ den begehrten Studenten-Oscar verliehen. Hinz&Kunzt traf Ulrike Grote in Eppendorf.

Deine Stimme gegen Armut

Wie Prominente und entwicklungspolitische Organisationen weltweit ihren Regierungen Druck machen. Aus Hamburg mit dabei: TV-Moderator Roger Willemsen. Wollen Sie auch etwas tun? Wir sagen, wie’s geht

Die Bettel-Sklaven

Behinderte aus Bulgarien und Rumänien betteln seit Monaten in der City. Aber nicht unbedingt freiwillig. Das recherchierte RTL-Autor Andreas Keuntje mit drei Teams und mit versteckter Kamera

(aus Hinz&Kunzt 149/Juli 2005)

Behinderte Menschen in Kälte, Hitze oder Regen betteln um ein paar Almosen, Tag für Tag. Diese Bilder sind die Regel in den Fußgängerzonen westeuropäischer Großstädte – wie in Hamburg.

Der Gipsy-Swing lebt!

Musik in der vierten Generation: Wolkly Rosenberg tritt mit Fami-lie und Freunden beim Hamburger Festival der Roma und Sinti auf

(aus Hinz&Kunzt 148/Juni 2005)

Ein Festival der Sinti und Roma war schon immer sein Traum. Vom 24. bis 26. Juni geht er für den Musiker Wolkly Rosenberg in Erfüllung. Zusammen mit seiner Band „Swing Gipsy Rose“ und alten Freunden wie Haens’che Weiss tritt er im Golkbekhaus auf und erzählt aus seinem Leben – einem Leben, in dem die Musik die Hauptrolle spielt.

Dritte Welt ganz nah!

Eine besondere Hafenrundfahrt zeigt Hamburgs Verflechtung mit den armen Ländern

(aus Hinz&Kunzt 148/Juli 2005)

Die Barkasse schaukelt an einer Raffinerie im Freihafen vorbei.
„Ein gutes Beispiel, wie im Handel mit der Dritten Welt zwei Standards gelten“, kommentiert Peter Langlo von der „Dritte Welt Hafengruppe“. Während im Hamburger Hafen mittlerweile aufwändige Filteranlagen dafür sorgen, dass Luft und Wasser möglichst wenig verschmutzt werden, bleibt in den Ölförderländern alles beim Alten.

Geschichten vom Goldfischteich

Am Schäferkamp in Hoisbüttel: Wie sich Ostflüchtlinge auf ehemaligem Ackerland eine neue Heimat gebaut haben

(aus Hinz&Kunzt 149/Juli 2005)

Es ist eine naive Vorstellung, die Stadt würde an der Hamburgischen Landesgrenze enden. Aber unwillkürlich denkt man an Felder und endlose Weiten, wenn der Pfeil außerhalb der dicken roten Linie eingeschlagen ist. Nicht, dass wir es drauf angelegt hätten. Aber treffen Sie mal Große Freiheit, Schöne Aussicht oder Lange Reihe, wenn Sie einen Pfeil rückwärts über die Schulter auf den Stadtplan schmeißen müssen.

Mein Sohn, der Stürmer

Warum es nicht so einfach ist, den eigenen Kindern beim Fußball zuzusehen – Beobachtungen bei der Eimsbüttler F-Jugend

(aus Hinz&Kunzt 148/Juli 2005)

„Über links, da ist doch alles frei!“ – „Los, dranbleiben!“ – „Da muss man doch abspielen! Was ist denn mit euch los, Jungs?“