Schweizer Maßarbeit

Wie die Stadt Zürich Jobs für Hilfeempfänger schafft

(aus Hinz&Kunzt 167/Januar 2007)

Viele Langzeitarbeitslose haben auf dem ersten Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr. Die Stadt Zürich hat daraus die Konsequenz gezogen: Sie bietet Hilfeempfängern neuerdings neben Qualifizierung und gemeinnütziger Arbeit auch sozialversicherungspflichtige Jobs an – unbefristet und mit regulärem Arbeitsvertrag. Von der Neuerung sollen nicht nur Arbeitslose profitieren, sondern auch die Stadtkasse. Langfristig sollen die Angestellten die Hälfte ihrer Kosten selbst erwirtschaften

„Ich bin nicht angetreten, damit sich die Gefangenen wohlfühlen“

Justizsenator Lüdemann (CDU) plant neues Strafvollzugsgesetz: Resozialisierung als oberstes Ziel ist passé, offener Vollzug ist out, Hand- und Fußfesselung beim Ausgang wird normal

(aus Hinz&Kunzt 167/Januar 2007)

Sein Vorgänger Roger Kusch (CDU) hatte sich mit allen zerstritten: mit Richtern, Staatsanwälten, Vollzugsbeamten und Notaren. Zehn Monate nach Amtsantritt von Justizsenator Carsten Lüdemann (CDU) haben sich fast alle wieder lieb. Der 43-jährige jungenhafte Jurist gilt als ausgesprochen umgänglich. In Sachen Strafvollzug fährt er den harten Stil von Roger Kusch allerdings weiter.

Ambulanz am Ende

Die CDU-Bundestagsfraktion verhindert die kontrollierte Heroinabgabe an Abhängige

(aus Hinz&Kunzt 167/Januar 2007)

Der bundesweite Versuch, Schwerstabhängigen Heroin unter ärztlicher Aufsicht zu geben, wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Zulassung als Arzneimittel schien nur noch eine Frage der Zeit – jetzt spricht sich die Bundestagsfraktion der CDU gegen eine Zulassung aus. In Hamburg ist diese Entscheidung auch im CDU-Senat umstritten.

Warten auf den Paukenschlag

Das ehemalige Karstadt-Gebäude in Altona-Altstadt sollte abgerissen werden. Doch daraus wird erst mal nichts

(aus Hinz&Kunzt 177/November 2007)

Neulich am Nebentisch. Er: „Dass der Klotz da immer noch steht …“ Sie: „Nichts ist passiert, rein gar nichts!“ Pause – beide nehmen einen Schluck Kaffee. Wieder er: „Am besten sprengen; einfach in die Luft jagen!“ Und sie: „Das werden wir beide wohl nicht mehr erleben.“

„Er soll wissen: Ich bin immer für ihn da“

Unser Hexenhäuschen hat zwei Menschen wieder zusammengebracht, die jahrelang keinen Kontakt mehr zueinander hatten: Hinz&Künztler Peter Konken und seine Schwester Katrin Johnsen
(aus Hinz&Kunzt 178/Dezember 2007)

Heute noch kommen Katrin Johnsen die Tränen, wenn sie sich an den Tag erinnert, an dem ihr Bruder Peter spurlos verschwand. „Ich konnte es einfach nicht begreifen“, sagt die 42-Jährige. Fünf Jahre ist das her.

Essen ist fertig!

„Food and more“ heißt ein Projekt im Jugendclub Heimfeld, bei dem sich Jungs zum gemeinsamen Kochen treffen. Katharina Jetter hat sie besucht

(aus Hinz&Kunzt 167/Januar 2007)

Kunstvoll geholfen

Hamburger Galerien unterstützten mit einer Verkaufsaktion Hinz&Kunzt – Besuch bei vier Kunsthändlern in der Admiralitätstraße und der Altstadt

(aus Hinz&Kunzt 178/Dezember 2007)

Die meisten Galeristen sind Idealisten und Kunstliebhaber und werden als solche nicht gerade reich. Trotzdem beschlossen sie jetzt, Hinz&Kunzt zu unterstützen: Ein Zehntel ihrer Verkaufserlöse aus der Aktion „Der Rote Punkt“ im November spenden sie dem Straßenmagazin. Beim Tag der offenen Galerien lernten Birgit Müller (Text) und Susanne Katzenberg (Fotos) vier Kunsthändler kennen.

Mit Zottelfell und Kulleraugen

Am Öjendorfer See therapieren Alpakas Kinder und Erwachsene

(aus Hinz&Kunzt 170/April 2007)

Normalerweise streifen sie mit ihrem dichten Wuschelpelz durch die südamerikanischen Anden, schleppen schwere Lasten und liefern hochwertige, sehr feine Wolle. Am Öjendorfer See in Hamburg haben die zotteligen Alpakas mit den überlangen Hälsen und braunen Kulleraugen eine ganz andere Aufgabe: Sie helfen missbrauchten, behinderten oder verhaltensauffälligen Kindern und kranken Erwachsenen. Mit ihrem freundlichen, geduldigen Wesen schaffen es die lamaähnlichen Tiere, dass Zweibeiner wieder besser und gesünder im Leben stehen.

Die Acht in der Hüfte

Strip-Unterricht für „Jederfrau“: Erlebnisse im Keller eines Farmsener Reihenhauses

(aus Hinz&Kunzt 168/Februar 2007, Jugendausgabe)

Gabi bringt alles mit, wovon „Mann“ träumt: Sie ist knackige 20 Jahre jung, schlank, blond und trotz des winterlichen Hamburger Schmuddelwetters angenehm leicht gebräunt – und sie lernt gerade, wie sie sich Hüften schwingend nach und nach ihre Politessenuniform auszieht. Bis sie nur noch im String dasteht.

Hosen runter für die Kunst!

Jugendredakteur Philipp Runge versuchte sich als Aktmodell

(aus Hinz&Kunzt 168/Februar 2007, Jugendausgabe)

Philipp Runge zog blank: Einen Vormittag lang stand er dem Aktzeichenkurs an der Kunsthochschule in der Armgartstraße Modell.