Engagement : Azubis machen Osterfrühstück für Hinz&Künztler

Die Brötchenschmierer um Thede Baumann (3. von links) und Sophie Below mit Hinz&Künztler Miro. Foto: BELA

200 belegte Brötchen für Hinz&Künztler hat eine Gruppe von Azubis und dualen Studenten geschmiert. Und es hat allen geschmeckt!

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Eigentlich hätten die 17 Azubis und dualen Studenten, die Teilnehmer des Young Potential Networks sind,  mit ihrer Zeit so ziemlich alles machen können, denn ihre Aufgabe lautete ganz allgemein, als Team etwas gemeinsam zu erarbeiten. Doch nach Hedonismus war ihnen nicht zu Mute: „Wir waren uns als Gruppe einig, dass wir was Gutes tun wollen, wovon andere etwas haben und nicht wir selbst“, sagt der 22-Jährige Thede Baumann.

Ihre Idee: Ein Osterfrühstück für die Hinz&Künztler! Und so stehen sie am Mittwoch nach Ostern seit 8.30 Uhr in der Küche von Hinz&Kunzt und bereiten belegte Brötchen für die Straßenzeitungsverkäufer zu. Am Nachmittag wurden im Vertriebsraum bei Hinz&Kunzt Waffeln gebacken, die Nachfrage war für mehrere Stunden ungebrochen. Dass ihre Wahl auf Hinz&Kunzt fiel, kam nicht von ungefähr: „Ich kenne Hinz&Kunzt schon von Kleinauf“, sagt die 19-Jährige Sophie Below. Seit sie denken kann, kannte sie ihre Hinz&Kunzt-Verkäufer – und ihre Verkäufer sie.  Sophies Vater ist Freundeskreismitglied und unterstützt regelmäßig das Projekt, gemeinsam besuchten sie oft Veranstaltungen von Hinz&Kunzt.

Die Hinz&Künztler wissen das Engagement der jungen Leute zu schätzen. „Gutes Frühstück!“, sagt etwa Miro und streckt den Daumen nach oben. „Die Verkäufer waren alle sehr, sehr glücklich“, sagt auch Sophie. „Alle sind freundlich und hilfsbereit.“ Thede Baumann hätte damit gar nicht gerechnet. Er räumt ein, früher Vorurteile gegenüber Obdachlosen gehabt zu haben. „Ich war sehr überrascht, dass es hier so krass positiv ist“, sagt er nach seiner Schicht. Win-win!

Bezahlt haben die Brötchen übrigens die Arbeitgeber der Azubis: Carlsberg, Aurubis, Kendrion, Still und das Klinikum Itzehohe. Und die Carlsberg-Azubis/Studenten haben bei ihren Kollegen sogar noch eine Spende von 700 Euro eingesammelt und Überzeugungsarbeit für unser Projekt geleistet.

In einer Woche geht es für die Gruppe noch weiter. In Eutin helfen sie einen Tag bei der Tafel aus, sammeln Lebensmittelspenden und helfen im Büro.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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