BürgerStiftung Hamburg : Preis für Flüchtlingshelfer

Der Preis der BürgerStiftung Hamburg geht in diesem Jahr an den Unterstützerkreis der Flüchtlingsunterkunft Litzowstraße. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung sichert auch in Zukunft das umfangreiche Angebote für Flüchtlinge in Wandsbek und stärkt damit die Integration in Hamburg.

Buergerstiftung
Alexander Weil (1. von links) vom Unterstützerkreis nimmt den Preis der BürgerStiftung Hamburg entgegen.

Für seine ehrenamtliches Engagement wurden die Unterstützer der Flüchtlingsunterkunft Litzowstraße jetzt ausgezeichnet. Sie erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Preis der BürgerStiftung Hamburg.

Vor zwei Jahren bildete sich um die Wohnunterkunft in Wandsbek aus Anwohnern, Geschäftsleuten und Sozialarbeitern ein ehrenamtlicher Unterstützerkreis. Ziel ist es, den Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern. Sie bieten Sprachkurse, Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung und begleiten darüber hinaus die Flüchtlinge zu Behörden und Ärzten. Auch Sachspenden werden gesammelt und weitergegeben. „Wir bewegen uns am Ende der Fluchtgeschichte mit der Hoffnung, dass die Menschen hier heimisch werden, und versuchen, die Bedingungen zu verbessern“, erklärte Alexander Weil stellvertretend für den Unterstützerkreis.

Die Freude über die Auszeichnung bei den Flüchtlingsunterstützern ist groß. In den kommenden Wochen wollen sie jetzt gemeinsam entscheiden, für welche konkreten Zwecke das Geld eingesetzt wird.

Die Auszeichnung übergab Jurymitglied und Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer. „Das hervorragende und professionell organisierte Engagement der Preisträger ist beispielhaft für Initiativen in Hamburg und leistet wertvolle Arbeit, die den Flüchtlingen in unserer Stadt Lebensperspektiven eröffnet und bei Hamburgern Verständnis für ihre Situation ermöglicht“, sagte er in seiner Laudatio. Gestiftet wurde das Preisgeld von Claus Heinemann, Inhaber des Hamburger Handelsunternehmens Gebr. Heinemann.

Gastredner Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit, wies darauf hin, dass es bei den Projekten darum gehe, „sich in seiner Andersartigkeit kennenzulernen, zu akzeptieren und das Leben des anderen dadurch zu bereichern.“ Dies ist auch die Zielsetzung des Projektes „nestwärme Hamburg“, das Familien mit chronisch kranken oder behinderten Kindern unterstützt. In etwa 80 Fällen bietet die Initiative Beratung und Betreuung im Alltag der betroffenen Familien und erhielt dafür einen Ehrenpreis der BürgerStiftung.

Im Anschluss an die Preisvergabe führte eine Gruppe von Flüchtlingen und Unterstützern aus der Theatergruppe des Preisträgers Szenen einer Flüchtlingsgeschichte auf.

Text: JOF
Fotos: Kirsten Haarmann

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