Wie ein Hamburger Hunde aus Kriegsgebieten rettet, wieso die Stadt die Regeln für das Winternotprogramm verschärft und wer an verstorbene Bauarbeiter erinnert.
Kennen Sie die Taube Oßkar? Der Hamburger Malte Zierden ist mit ihr bekannt geworden. Auf seinen Social-Media-Profilen zeigte er, wie das Tier immer wieder an sein Fenster kam und von Mal zu Mal zahmer wurde, und er sprach über den Umgang von Menschen mit diesen Vögeln. „So hat eine kleine Stadttaube Millionen von Menschen dazu gebracht, Tauben mit anderen Augen zu sehen“, erinnert sich Zierden im Interview in unserer neuen November-Ausgabe.
Inzwischen hat er den Tierschutz zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Derzeit rettet er im großen Stil Tiere aus den Kriegsgebieten der Ukraine. „Man sieht unvorstellbares Tierleid“, berichtet Zierden im Interview. „In meinen Armen sind Tiere gestorben. Ich habe Tiere reanimiert, sie sind wiedergekommen, wieder gestorben. Das sind Bilder, die habe ich mit ins Bett genommen.“ Welche Folgen das für seine Psyche hatte, lesen Sie im Magazin.
Plätze für Menschen mit Hund gibt es im Winternotprogramm für Obdachlose, das am Sonntag startet, keine. Wer also mit Hund in Hamburg auf der Straße lebt – und das sind nicht wenige – meidet die Großunterkünfte ohnehin.
In diesem Winter könnten noch viel mehr Menschen das gefährliche Übernachten in der Kälte den Großunterkünften vorziehen, denn die Sozialbehörde hat die Regeln verschärft: Wer dort schlafen will, muss sich einer verpflichtenden Identitätsprüfung unterziehen. Wer daran welche Kritik übt und wie die Vergabe der begehrten Plätze in Wohncontainern verlief, hat mein Kollege Lukas Gilbert für Sie aufgeschrieben.
Mindestens 20 Menschen sind in diesem Jahr bereits auf Hamburgs Straßen gestorben. Gerne würden wir über die genaueren Umstände der Todesfälle berichten – doch die Behörden verweigern uns neuerdings eine detaillierte Auskunft. Zu welchen Irritationen das führt, erfahren Sie in dieser Meldung.
Außerdem berichten wir darüber, wie Menschen auf der Veddel ihrer verzweifelten Nachbarin zu einem Mietvertrag verholfen haben und wer in Wilhelmsburg und der Hafencity an das Schicksal verstorbener Bauarbeiter erinnert.

