Erfolgsmodell : 20 Jahre Spendenparlament

Seit 20 Jahren macht das Hamburger Spendenparlament die Welt ein bisschen besser. Im Februar 2016 feierten die Parlamentarier Geburtstag. Wir gratulieren! 

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Lebensmittel fürs Winternotprogramm: Auch dafür gab das Spendenparlament Geld.

Die Bilanz beeindruckt: 1142 Projekte hat das Hamburger Spendenparlament seit 1996 mit insgesamt 10,3 Millionen Euro unterstützt. Auch Hinz&Kunzt gehört zu den Initiativen gegen Obdachlosigkeit, Armut und Isolation, an die das Parlament schon gespendet hat. Die rund 3400 Mitglieder entscheiden dreimal im Jahr auf öffentlichen Sitzungen, welche Projekte Spenden aus den Mitgliedsbeiträgen erhalten. Stimmberechtigt sind alle, die mindestens fünf Euro Beitrag im Monat zahlen.

Am Dienstag wird das besondere Parlament 20 Jahre alt. Die Parlamentarier feiern das mit einem Empfang. Zu Gast wird unter anderem die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoguz sein. Sie will über die aktuellen Herausforderungen sprechen, die auf die Gesellschaft und damit auch auf das Spendenparlament zukommen. Der Vorsitzende der Finanzkommission des Spendenparlaments, Gert Upadek, wird anschließend die Fotoausstellung „20 Jahre Hamburger Spendenparlament“ mit Momentaufnahmen aus aktuellen sozialen Projekten eröffnen.

Gegründet hat das Spendenparlament damals übrigens der damalige Landespastor und Diakoniechef Stephan Reimers – genauso wie Hinz&Kunzt, die Hamburger Tafel und den Mitternachtsbus für Obdachlose. Reimers wusste, dass diese Projekte immer mal wieder in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Darum suchte er nach einer verlässlichen Finanzierungsidee – und kam so auf das Spendenparlament. Wir freuen uns, dass die Welt in Hamburg seitdem ein bisschen besser ist und sagen: Herzlichen Glückwunsch!

Text: Benjamin Laufer/Ulrich Jonas
Foto: Thies Ibold

1 Kommentar zu “20 Jahre Spendenparlament

  1. So lange ist das nun schon her, als man das Hamburger Spendenparlament gegründet hat, in der Fabrik !! Auch ich kann mich da dran erinnern, denn ich habe die Gründungsnummer 86. Es war nicht all so viel los in der Fabrik, aber die Stimmung war enorm, besonders die Euphorie. Denn alle die da waren, wußten, das sie etwas einmaliges in Hamburg und Deutschland gründen würden. Dr.Stephan Reimers (ehemaliger Landespastor) war selbst ergriffen, das so viele gekommen waren, um das Hamburger Spendenparlament auf die Füße zu helfen. Nach dieser Gründung traf man diesen oder jenen wieder, im Büro des Hamburger Spendenparlamentes, bei der ehrenamtlichen Arbeit. Ich stell mir heut noch vor, dieses Parlament würde es gar nicht geben, in dieser Stadt. Dann währen schon viele Iniativen verschwunden, weil diese Stadt Hamburg eben bestimmte Bereiche vernachlässigt. Und diese Iniativen, die sich um die Belange der Obdachlosigkeit, Armut, und Isolation kümmern, wird (wurde) geholfen, da mit sie weiter existieren können !! Für mich war das immer eine tolle Sache, Dienst zu haben im Büro des Spendenparlamentes !! Denn auch ich persönlich ging da mit Hausieren, das ich dort arbeite, weil sich bestimmte Iniativen aus meinem Stadtteil an mich gewendet haben. Denn auch diese wollten wissen, wie sie dort Unterstützung bekommen. Ich sagte ganz einfach, anrufen, Antragstellen, warten bis jemand vom Spendenparlament diesen Antrag vor Ort prüft, und wenn er in der öffentlichen Sitzung eine posetive Abstimmung vom Parlament erhält, dann bekommt ihr auch das Geld. Es ist doch schön zu wissen, wenn man andere helfen kann. Da war mal jemand am Telefon, der wollte seine Kohlen aus dem Keller haben. Man könne die ohne Geld selbst abholen, und ich meinte nur, ob diese Persohn nur einen leeren Keller haben wollte. Dies wurde verneint, schrieb die telefonnummer auf, und telefonierte mit diese und jene Iniative, das ich Kohlen zu verschenken habe. Diese sind dann ab geholt wurden, und man bedankte sich nicht nur bei den, der sie verschenkte, sondern sich auch beim Vermittler !! Ich bin fest da von überzeugt, ohne dieses Perlament, würde vieles anders laufen in dieser Stadt !!

    Erich Heeder – Stadtteilkünstler & HINZ&KUNZT VERKÄUFER

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