Kennedybrücke : Obdachloser lag tot im Zelt

Unter der Kennedybrücke wurde in der Nacht auf Freitag ein Obdachloser tot in seinem Zelt aufgefunden. Das Diakonische Werk fordert jetzt mehr Unterkunftsplätze, die auf Grund ihrer Ausstattung auch angenommen werden können.

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Nach einem Brand unter der Kennedy-Brücke im vergangenen Jahr schlugen viele Obdachlose ihre Zelte einige Meter weiter auf.

Mitarbeiter des Mitternachtsbusses machten in der Nacht auf Freitag einen grausigen Fund: Sie entdeckten einen Toten in einem Zelt unter der Kennedybrücke. Nach Angaben von Polizeisprecherin Sandra Levgrün muss der Mann schon seit Tagen tot sein. Er ist so verwest, dass man ihn nicht identifizieren oder sein Alter feststellen konnte. Der Leichnam wurde jetzt in die Rechtsmedizin gebracht.

„Jeder tote Obdachlose ist einer zu viel und weist auf die Defizite im Hilfesystem hin“, sagt Peter Ogon vom Diakonischen Werk Hamburg. Er fordert: „Ausreichend Unterkunftsplätze, die auf Grund ihrer Ausstattung auch angenommen werden können, sind das, was wir in Hamburg zu allererst brauchen.“

Auch bei Hinz&Kunzt ist man geschockt. Früher hat eine ganze Gruppe von Hinz&Künztlern unter der Kennedybrücke Platte gemacht. Aber die sind alle nach einem Brand in das kleine Winterquartier des Projektes gezogen – und wohnen dort Dank einer Spenden noch immer.

Text: JOF/BIM
Foto: Sascha Ringler

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