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Ideen für die Stadt im Klimawandel

Wie Hamburg zur Schwammstadt werden kann, um den Klimawandel besser zu verkraften, was die Bäume an unseren Straßen damit zu tun haben und wieso trotzdem weiter Grünflächen für Wohnungsbau geopfert werden. Außerdem: Erinnern an Zwangsarbeit im Hafen, Beschwerden über Diskriminierung im Jobcenter und ein Gespräch mit Harald Welzer über Utopie.

Hallo!

Sie kennen mich ja vielleicht aus meiner Kolumne als Kleingärtner. Angesichts von drohender Dürre und Starkregen mache ich mir natürlich auch so meine Gedanken über den Klimawandel. Beruhigend, dass wir für diese Ausgabe zwei Expert:innen gefragt haben, wie Hamburg sich darauf einstellen kann. Ob man Kleingärten und andere wertvolle Grünflächen dem Wohnungsbau opfern sollte, fragen wir uns am Beispiel des Diekmoors. Ganz ehrlich: Da bin ich gespalten. Meine Kollegin Annette Woywode hat für uns Laubenpieper:innen leider nur Mitleid übrig, wie Sie in der Kolumne lesen können. Abgesehen davon verstehen wir uns aber blendend!

Als Chef vom Dienst Digitales kümmere ich mich bei Hinz&Kunzt um unsere Onlinekanäle. Im Juli ist dort mein Porträt über Esther Bejarano mit Abstand auf das größte Interesse gestoßen. Nach ihrem Tod hatten wir es erneut veröffentlicht. Mit 96 Jahren ist die Holocaust-Überlebende verstorben, und das hat offenbar sehr viele Menschen bewegt. Uns auch, wie Sie im Nachruf lesen können. Der auch ein Aufruf ist, das Erinnern an die Gräueltaten der Nazis wachzuhalten – gerade jetzt, wo es immer weniger Zeitzeug:innen gibt. Auf dem Kleinen Grasbrook versucht eine Initiative genau das: Einen Gedenkort am Dessauer Ufer einzurichten, weil Häftlinge dort im „Lagerhaus G.“ Zwangsarbeit leisten mussten. Wir waren vor Ort und berichten.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr Benjamin Laufer

In dieser Ausgabe

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