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Der Privatbankier

In Hamburg müsste viel mehr preiswerter Wohnraum entstehen. Die Grundstücke sind da. Was macht die Stadt falsch? Und: Bis die abgerissenen Esso-Häuser auf St. Pauli durch einen Neubau ersetzt sind, werden Jahre vergehen. Wer von den alten Mieter*innen wird von dem Rückkehrrecht dann noch Gebrauch machen? Außerdem: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner will für Aufstiegschancen ab der Kita sorgen – und Hartz-IV-Empfänger*innen mehr eigenes Geld lassen.

Liebe Leserin, lieber Leser,

was ist eigentlich aus den Menschen geworden, die in den Esso-Häusern auf St. Pauli wohnten? Sie haben damals, 2013, gegen den Abriss protestiert und verloren. Fast: Denn ihnen wurde etwa ein Rückkehrrecht eingeräumt. Lukas Gilbert hat Betroffene besucht. Fazit unseres Reporters: „Der Protest war nicht umsonst, auch wenn es für viele kein Zurück geben wird.“ Für Evi, 74, zum Beispiel kommt der Neubau zu spät.

Bauen ist unser Hauptthema. Wir berichten, wie am Bedarf vorbeigebaut wird – und wie es besser gehen könnte. Genau danach haben wir zusammen mit 19 weiteren Straßenzeitungen auch FDP-Chef Christian Lindner gefragt. Sein Wahlversprechen: Housing First für Obdachlose und mehr Zuverdienst für Hartz-IV-Empfänger. Für oder wider Genderstern war dem Liberalen dagegen keine Stellungnahme zu entlocken. Auch wir brauchen für unsere Entscheidung Zeit – und danken Ihnen für Ihre Geduld und die nicht abreißenden Leserbriefe.

Der Cum-Ex-Krimi Der Privatbankier spielt im Zwischenreich einer an realen Begebenheiten entzündeten Fantasie. Journalisten wie der preisgekrönte Rechercheur Oliver Schröm müssen sich zwar streng an Fakten halten, aber er hat mit der Zeichnerin Isa Kreitz eine Frau angestiftet, die für ihre Werke ebenfalls schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Das fantastische Ergebnis bringen wir in vier Folgen.

Viel Spaß!

Ihre Annette Bruhns
Chefredakteurin

In dieser Ausgabe:

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