Zwischen Polittalk und Kochshow
Am 11. April um 20.15 Uhr ist es soweit: Tide strahlt das erste und vielleicht einzige Mal Hinz&Kunzt–TV aus. Wir finden: ein spannendes Format irgendwo zwischen Polittalk und Kochshow.
Am 11. April um 20.15 Uhr ist es soweit: Tide strahlt das erste und vielleicht einzige Mal Hinz&Kunzt–TV aus. Wir finden: ein spannendes Format irgendwo zwischen Polittalk und Kochshow.
Leben und sterben, bestraft werden und rehabilitiert werden, Verlust und Neuanfang: Leichte Kost ist es nicht gerade, was Hamburger Filmemacher bei der Dokfilmwoche im April präsentieren. Dafür echter und unverfälschter als alles, was das Fernsehen zu bieten hat.
Wenn das Winternotprogramm endet, müssen mehr als 700 Wohnungslose zurück auf Hamburgs Straßen. Die wenigsten von ihnen haben eine Chance auf einen Platz in einer städtischen Unterkunft. Weil die, die dort eigentlich übergangsweise leben, keine Wohnung finden.
Hinz&Kunzt fordert, dass Saga GWG und die Wohnungsgenossenschaften verpflichtet werden, jährlich mindestens 1000 Wohnungen zusätzlich für Wohnungslose zur Verfügung zu stellen. Aktueller Anlass ist der Kollaps des Unterbringungssystems in Hamburg.
Es ist eine merkwürdige Stimmung, an diesem 1. April. Das Winternotprogramm endet, mehr als 700 Menschen verlieren heute ihren Schlafplatz. Wir haben uns vor der Spaldingstraße 1 postiert. 230 Menschen haben im Winter täglich in dem Hochhaus übernachtet. Einzeln oder in kleinen Gruppen treten sie vor die Tür, die einen mit Plastiktüren beladen, die anderen mit Rollkoffern. Ein Scheißtag. Für die Menschen, die ab heute wieder auf der Straße schlafen, und für die Sozialarbeiter, die nicht helfen können.
Rund 300 sogenannte Lampedusa-Flüchtlinge halten sich in Hamburg auf, doch nur 51 wohnen in Unterkünften der Stadt. Und die anderen? Wohnprojekte haben über den Winter 150 Flüchtlinge bei sich aufgenommen. Doch das ist keine dauerhafte Lösung.
In unserer Aprilausgabe: Recherchekrimi um Ausbeutung in der Wurstfabrik. Die schlimme Lage in öffentlichen Unterkünften. Das neue Hinz&Kunzt-TV. Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo im Interview. Und Streetartist Zevs, der Unsichtbares sichtbar macht.
Monatelang haben sich die Mümmelmannsberger gegen die Teilschließung der Praxisklinik in ihrem Stadtteil gewehrt. Jetzt atmen sie auf: Ein neuer Träger übernimmt Bettenstation und OP – und will die medizinische Versorgung sogar ausbauen.
Ein Junge, der sich nichts leisten kann. Ein Schatz, den es zu heben gilt. Ein neues Theaterstück für Jugendliche fragt nach dem Wert von Dingen und Menschen. Am Mittwoch feiert es Premiere in Flottbek.
Die Haare schön, die Füße gepflegt, frisch geduscht und den Bauch voller Leckereien: Nach einem Wellnesstag fühlt man sich rundum wohl. Am Wochenende sind Arme und Obdachlose wieder dazu eingeladen – natürlich kostenlos. Weil verwöhnt werden nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele so gut tut.