Ausgrenzungspolitik

Keine Klarheit am Hauptbahnhof

Können Obdachlose und Trinker rund um den Hauptbahnhof künftig leichter vertrieben werden? Das hätte der Bezirk Mitte gerne und wollte der Deutschen Bahn zum 1. November bestimmte Flächen übergeben. Doch ein Vorbereitungstreffen, das Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) anberaumt hatte, platzte jetzt. Der Klärungsbedarf bleibt groß. Findet auch die GAL. Sie hält die ganze Aktion für nicht verfassungskonform.

„Die besten Journalisten verschwinden“

Immer wenn er in seine Heimat Weißrussland reist, bringt der Hamburger Fotograf Dmitrij Leltschuk beeindruckende Bilder mit – so wie jetzt von zwei großen Druckereien in Minsk. Bei seiner Arbeit geht er immer ein Risiko ein: Unter dem Regime von Präsident Lukaschenko leben Journalisten gefährlich.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Das Geld hängt an den Bäumen

Junge Männer ernten in Hamburgs Gärten Äpfel, die sonst vergammeln würden. Der Saft, der aus den Früchten gewonnen und verkauft wird, sichert 20 Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Geht doch!

Häufig kritisieren wir von Hinz&Kunzt die Wohnunterkünfte von fördern und wohnen (f&w): zu wenig Doppel- oder Einzelzimmer, die Männer sind vollständig sich selbst überlassen, von Sozialarbeit oder gar Vermittlung in Wohnungen oft keine Spur. Außerdem sind die Unterkünfte personell zu dünn ausgestattet: Auf 97 Bewohner kommen bei f&w nur ein Mitarbeiter aus dem Unterkunfts- oder Sozialmanagement. Kein Wunder, dass Männerunterkünfte oft trostlose Orte sind. Zum Glück gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel  die Männerunterkunft am Billbrookdeich mit dem Team um Leiter Werner Glissmann.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Keine Angst vor neuen Nachbarn

Bis zum Frühjahr will der Senat 500 neue Plätze für Zuwanderer und Obdachlose schaffen. Die zusätzlichen Unterkünfte werden dringend benötigt, in den betroffenen Stadtteilen gibt es allerdings oft Ängste und Vorbehalte. Wie kann es gelingen, ein neues Wohnheim und seine Bewohner im Viertel zu verankern?

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Wohnt ihr schon oder seid ihr noch untergebracht?


Was der Hamburger ja gar nicht mag: wenn andere etwas besser, gar effizienter machen. Und dann ist es ausgerechnet die Konkurrenzstadt München, die die Wohnungslosigkeit besser und schneller in den Griff kriegt als wir. Von 2001 bis heute hat es die Bayernmetropole geschafft, die Zahl der Wohnungslosen von 3600 auf 2500 zu senken. Auf der Straße leben nach Angaben der dortigen Behörde nur noch 320 Menschen (in Hamburg mehr als 1000). Und selbst diesen Verbleibenden geht es in der Regel besser als den Wohnungslosen bei uns. Hinz&Kunzt-Sozialarbeiter Stephan Karrenbauer und Chefredakteurin Birgit Müller waren da.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Wenn Gustav liest

Vorlesen war für Gustav Peter Wöhler früher ein Graus. Für Hinz&Kunzt trägt der mittlerweile begeisterte Vorleser und Schauspieler bei einer Benefizlesung aus dem neuen Literaturheft vor.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Die Menschenfischerin

Auch in diesem Jahr organisiert Schauspielerin und Regisseurin Christiane Filla eine Benefizlesung zum Literatur-Sonderheft von Hinz&Kunzt.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Ein Zaun, ein Klo, ein Sheriff

Erst streitet sich ganz Hamburg über einen Zaun, mit dem Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) Obdachlose vertreiben will. Dann ist diese Kuh vom Eis, und schon geht’s in die nächste Runde: eine Toilettenanlage, die angeblich 500.000 Euro kosten muss. Muss sie das wirklich? Das wollten wir von Andreas Utt wissen, angestellt bei Hering Bau, Deutschlands Marktführer für öffentliche Toiletten. Ortstermin unter der Kersten-Miles-Brücke.

(aus Hinz&Kunzt 225/November 2011)

Gängeviertel

Ort der Möglichkeiten

Zwei Jahre nach der Besetzung durch Aktivisten hat die Stadt das Gängeviertel offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt. Im Frühling sollen in Abstimmung mit den Besetzern die Bauarbeiten beginnen. Ein Traum geht in Erfüllung und die Arbeit jetzt erst richtig los.