Totensonntag : Trauerfeiern für verstorbene Obdachlose

Abschied von unseren verstorbenen Verkäufern (2016). Foto: Sybille Arendt

Obdachlose sterben häufig einsam. Viele haben keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie und werden „von Amts wegen“ anonym bestattet. Am Totensonntag verabschiedete sich Hinz&Kunzt von ihnen. 

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Jedes Jahr an Totensonntag gedenken wir der Hinz&Künztler, die in diesem Jahr gestorben sind. In 2017 mussten wir uns von 16 unserer Verkäufer verabschieden.

Rührendes Gedenken an Enrico: Der Hinz&Küztler verkaufte vorm Bio-Supermarkt Erdkorn in Iserbrook. „Enrico wurde von unseren Kunden sehr gemocht. Er war immer sehr freundlich und hatte für jeden ein Wort. Viele sind traurig, dass er nun nicht mehr unter uns ist“, so Doris Hintz, stv, Teamleiterin von Erdkorn. Foto: Doris Hintz.

Musik erklingt, eine kurze Andacht wird gehalten und die Namen aller Verstorbenen werden noch einmal laut vorgelesen. An unserem Gedenkbaum sind ihre Namen auf einer Messingtafel verewigt.

Besucher sind herzlich eingeladen! Treffpunkt ist am 26. November um 14 Uhr an der Feierhalle Nord auf dem Öjendorfer Friedhof.

Gottesdienste erinnern an Wohnungslose

Ebenfalls am 26. November wird in St. Bonifatius (Am Weiher 29) bei einem ökumenischen Gottesdienst Wohnungsloser gedacht, die 2017 in Hamburg verstorben sind. Eingeladen sind Wohnungslose, deren Angehörige und Freunde sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Wohnungslosenhilfe.

Willkommen sind ebenso alle, die um einen wohnungslosen Menschen trauern oder gern am ökumenischen Gottesdienst teilnehmen möchten. Die Namen der Verstorbenen werden verlesen und Kerzen für sie angezündet. 

Ihr seid nicht vergessen!

Wir erinnern an unsere verstorbenen Hinz&Künztler – im Heft und auch online

Am gleichen Tag findet außerdem um 15 Uhr in der Hauptkirche St. Petri (Bei der Petrikirche 2) ein Gottesdienst zum Gedenken an einsam Verstorbene statt.

Über den Autor
Benjamin Laufer
Schreiben, was schief läuft, damit es sich ändert: Benjamin Laufer arbeitet als Journalist in Hamburg hauptsächlich zu Sozial- und Innenpolitik.

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