Straßenfußball : Polen ist Deutscher Meister

Zehn Teams sind bei der Deutschen Meisterschaft der Straßenfußballer in Herzogsägmühle gegeneinander angetreten. Mit dabei: die polnische Straßenfußballnationalmannschaft. Foto: Hans-Helmut Herold.

Im bayerischen Herzogsägmühle hat am Wochenende die Deutsche Meisterschaft im Straßenfußball stattgefunden. Teilgenommen haben zehn Teams – gewonnen hat die polnische Nationalmannschaft der Straßenfußballer.

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Dass sich ein Leben auf der Straße und sportlicher Wettkampf nicht ausschließen, zeigt die Deutsche Meisterschaft im Straßenfußball: „Viele der Teilnehmer leben in absolut prekären Verhältnissen. Durch den Sport können sie zeigen, was sie zu bieten haben“, freut sich Johan Graßhoff. Er ist Teil des Vereins „Anstoß!“, der die jährliche Meisterschaft organisiert.

Außerdem trainiert der Straßensozialarbeiter das Team DZW Hamburg, das am Turnier teilgenommen hat und ist obendrein Nationaltrainer der Deutschen Straßenfußball Nationalmannschaft. Für die Teilnehmer war das Turnier deshalb auch eine Möglichkeit, sich für den kommenden Homeless Word Cup zu empfehlen, der 2020 im finnischen Tampere stattfinden wird.

Die überwiegende Anzahl der Mitglieder des Hamburger Teams leben selbst auf der Straße, erzählt Graßhoff im Gespräch mit Hinz&Kunzt. Insgesamt setzen sich die Teams Wohnungslosen, Suchtkranken, Straffälligen und Geflüchteten zusammen. Pro Team wurden jeweils drei Feldspieler und ein Torwart aufgestellt.

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„Je länger das Turnier dauerte, desto mehr konnte man auch merken, dass es für die Teilnehmer wirklich um etwas geht“, erzählt Graßoff: „Aber dennoch lief alles super fair ab.“

Deutscher Meister im Straßenfußball darf sich nun die polnische Straßenfußballnationalmannschaft nennen. Sie wurde zum Turnier eingeladen – und hat es prompt gewonnen. Im Finale konnten sich die Polen gegen die Gastgebermannschaft SV Herzogsägmühle durchsetzen. Der Kontakt zur polnischen Auswahl kam durch ein jährliches Turnier in Breslau zustande, zu dem auch die deutsche Straßenfußballnationalmannschaft eingeladen wird, erzählt Graßhoff.

Die Hamburger wurden diesmal sechster. Den Fair-Play Pokal haben sich die Hansekicker aus Lübeck erspielt. Auch weil sie Spieler ohne eigenes Team in ihre Mannschaft aufnahmen. Den Fair-play-charakter des Turniers betont auch deren Betreuer Heiko Naefken-Heintz gegenüber merkur.de: „Es geht um den Spaß, darum, etwas anderes zu sehen und darum, den Alltag zu vergessen.“

Über den Autor
Lukas Gilbert
Lukas Gilbert
Studium der Politikwissenschaft in Hamburg und Leipzig. Seit September 2019 Volontär in der Hinz&Kunzt-Redaktion.

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