Hinz&Kunzt ist das Hamburger Straßenmagazin. Die aktuelle Ausgabe können Sie bei einem der 500 Verkäufer in und um Hamburg erwerben. Mehr Infos in den FAQ.

Kakerlaken, Schimmel, Mietwucher

Unsere Titelgeschichte widmet sich den skandalösen Mietbedingungen, unter denen Menschen in der Seehafenstraße mitten in Hamburg leben müssen. Aber wir zeigen auch eine andere Seite: Elena und ihre Familie haben den Sprung aus der Seehafenstraße in eine bessere Zukunft geschafft. 

Liebe Leserinnen und Leser,

So ein krasses Titelblatt wie das mit der Kakerlake hatten wir noch nie. Aber es ist ein Skandal, unter welchen Bedingungen Menschen in unserer Stadt leben müssen. Da ist die Seehafenstraße kein Einzelfall. Wir wussten davon, wurden von Bewohnern aber darum gebeten, nichts darüber zu schreiben. Denn für viele ist die Seehafenstraße besser als nichts – und ein Sprungbrett in eine bessere Zukunft. Wie für Elena und ihre Familie.

„Ich lese Hinz&Kunzt, weil …“ Künstler Michel Abdollahi (links) ist einer der Prominenten, die bald großflächig für das Straßenmagazin werben. Sich ausgedacht und umgesetzt haben die Kampagne Sybille Arendt (Öffentlichkeitsarbeit), Fotograf Philipp Rathmer und Hinz&Kunzt Geschäftsführer Jens Ade (nicht im Bild). Foto: Selfie.

Haben Sie den Mann links im Bild erkannt? Künstler Michel Abdollahi ist seit Jahren Freund des Hauses – und einer der Prominenten, die bald auf riesigen Plakaten begründen, warum sie Hinz&Kunzt lesen.

Mit dabei sind auch Fernsehmoderatorin Judith Rakers, die Miniaturwunderland-Gründer Gerrit und Frederik Braun, Koch Tim Mälzer und Stylist Jorge Gonzáles. Fotografiert wurde die Kampagne von Philipp Rathmer, auch Freund des Hauses, der findet, „dass viel zu wenig gegen Obdachlosigkeit getan wird“.

Danke euch allen für diese tolle Unterstützung!
Ihre Birgit Müller, Chefredakteurin

(Schreiben Sie uns doch an info@hinzundkunzt.de)

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1 Kommentar zu “Kakerlaken, Schimmel, Mietwucher

  1. Ja – es ist schon ein Hammer, wenn man in solchen Bruchbuden leben muß. Aber wenn man das so ließt, wo sind da die alternativen ?? Als wir von der Stadt Hamburg untergebracht wurden, hat sich da draußen auch keiner aufgeregt. Acht Quadratmeter – zwei Personen, ein Etagenbett, ein Schrank, ein Waschbeken, ein Tisch und zwei Stühle, Mäuse als Dauergäste, und das für 1080, – DM pro Person. Wo war denn da die alternative, und wo der Ausweg ??

    Da kam keiner um die Ecke, und fragte:“Wie seit ihr denn untergebracht, von der Freien und Hansestadt Hamburg ??“ Das intressierte 1994 genau so wenige, wie heute. Richtig ist zwar das kontrolliert wird, wenn es Hinweiße gibt. Aber zu der Zeit wo wir untergebracht waren (wenn man da von schreiben kann), intressierte das keinen. Ob es heut zu Tage besser ist, möchte ich auch noch bezweifel. Denn das ist doch nur die Spitze eines Eisberges. Außer dem ist es egal, welche Nationen es betrifft, kein Mensch hat es verdient, das er so hausen muß !! Es muß endlich saftige Strafen geben, für die jenigen, die so etwas aus nutzen in dieser Stadt.

    Aber hier passieren ja Dinge, die glaubt man ja nicht, bis man sie zu Gesicht bekommt. Es ist nur schade, das meine Fotos von diesen Räumen verloren gegangen sind, sonst glaubt das ja immer keiner, wenn es nicht belegt wird. Es muß sich noch viel ändern, nicht nur politisch, sondern auch bei denen die da von betroffen sind. Klar ist, das sie Angst haben, aber bevor man so leben muß, gehet man wo anders hin, um anders zu leben, erst mal. Ist schwerer als hier zu lesen ist,

    in diesem Sinn,
    Erich Heeder – HINZ&KUNZT VERKÄUFER

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