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Knast für Kapitänin?

Was Hinz&Künztler über den ersten Artikel des Grundgesetzes denken, lesen Sie in unserer Mai-Ausgabe. Außerdem: Wieso die Seenotretterin Pia Klemp bald in Italien vor Gericht steht und wie ein Hafenlotse auf Hamburg blickt.

Von Reedern, Kapitänen und der Würde

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ für mich einer der allerschönsten Sätze. Er stammt aus dem ersten Artikel des Grundgesetzes, dass im Mai 70. Geburtstag feiert. Aus diesem Anlass habe ich Hinz&Künztler nach ihrer Meinung dazu gefragt. Manchmal bekam ich krasse Antworten. Chris bezeichnete den Satz sogar als „eine Lüge“. Alle Reaktionen darauf finden Sie in der Mai-Ausgabe.

Noch ein Geburtstag: Der Hamburger Hafen wird in diesem Jahr 830 Jahre alt. Für uns Anlass zu einem maritimen Schwerpunkt. Wir zeigen zum Beispiel die ungewöhnlichen ­Blickwinkel auf Hamburg von Donatus Kulisch. Der Lotse hat meistens eine Kamera dabei, wenn er an Bord eines Schiffes geht.

Dann wird es ernst: Mein Kollege Benjamin Laufer hat mit Pia Klemp telefoniert. Die Kapitänin rettete mit den zivilen Rettungsschiffen „Iuventa“ und „Sea-Watch 3“ Hunderte von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer. Demnächst steht sie wegen Beihilfe zu illegaler ­Einwanderung in Italien vor Gericht.

Der Verband Deutscher Reeder fordert indes die Politiker auf, eine Lösung für die „humanitäre Katastrophe“ zu finden und das Sterben im Meer zu beenden. Auch eine Frage der Menschenwürde.

Ihre Birgit Müller (Chefredakteurin)
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