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Auf gute Nachbarschaft

Wie lebendig sind Hamburgs Nachbarschaften? Unser Schwerpunkt im April. Außerdem: Hilfe für ukrainische Geflüchtete, Umbauen gegen Wohnungsnot sowie eine Anleitung zum Upcycling. Und: Schauspieler Bruno Alexander im Porträt.

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wollen wir in Zukunft leben? Wie können wir Frieden und Demokratie, die nun schon lange unser Land prägen, in Zukunft bewahren? Seit der Kreml-Herrscher Krieg über die Ukraine gebracht hat, sind diese Fragen drängend wie lange nicht. Die Bilder, die auf uns ein­stürzen, machen mich hilflos. Die Welle der Hilfsbereitschaft hingegen ermutigt. Das Bewusstsein ist groß: Die, die da kommen, könnten du oder ich sein – und es sind vor allem Menschen in Not.

Was gutes Miteinander im Kleinen ausmacht, beschäftigt uns im Schwerpunkt Nachbarschaft. Vor unserer Haustür, in St. Georg, lässt sich lernen, wie Konflikte durch ein aktives Miteinander im Stadtteil vermieden werden. Wir haben uns erklären lassen, wie daran im Herzen dieses besonderen Viertels seit vielen Jahren gearbeitet wird.

Bei einem Streifzug durch die Stadtteile zeigen wir Ihnen, welche Bedeutung Kioske als Begegnungsort und Informationsbörse haben. Und in unserer Gartenkolumne erfahren Sie, warum Klein­gärtner:innen die besten Nachbar:innen der Welt sind. Nefeli Kavouras’ Literaturkolumne können Sie wieder in unserer Mai-Aus­gabe lesen. Wir wollen in den kommenden Monaten abwechseln: mal ein Blick in die Gartenwelt, mal einer in die Welt der Schreibkunst.

Eine gute Nachricht gibt es für Hamburgs Obdachlose: Die Stadt hält die Winternotunterkünfte bis Ende April geöffnet. Wie jedes Jahr stehen die Menschen dann allerdings vor der Frage, wo sie in den Sommermonaten schlafen sollen. Dabei gibt es leerstehende Büro­gebäude, die sich zu Wohnraum umbauen ließen – wenn Eigentümer:innen und Stadt es nur wollten.

Viel Spaß beim Lesen!

Ihr Ulrich Jonas

Redaktion

In dieser Ausgabe