Hilfe für Obdachlose : Cafée mit Herz erhält Bürgerpreis

Der Bezirk Mitte zeichnet das Cafée mit Herz mit dem Bürgerpreis aus. Eine große Ehre und zugleich eine willkommene Finanzspritze. Denn die Tagesaufenthaltsstätte finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

CafeeMitHerz
Der Mittagstisch im Cafée mit Herz ist begehrt. Im Jahr 2012 wurden 102.469 Essen ausgegeben.

Der Bürgerpreis des Bezirks Mitte geht in diesem Jahr unter anderem an das Cafée mit Herz. Eine große Ehre für die Tagesaufenthaltsstätte auf St. Pauli. Im Jahr 2000 eröffnete im ehemaligen Hafenkrankenhaus das von dem 2006 verstorbenen Holger Hanisch begründete Projekt. Seit dem hat es sich zu einem festen Anlaufpunkt für Obdachlose und Bedürftige Menschen im Stadtteil entwickelt.

Der „Bürgerpreis für herausragendes Engagement in der Integrationsarbeit“ wurde in diesem Jahr zum achten Mal vergeben. Für den Bürgerpreis können Menschen aus dem Bezirk Mitte vorgeschlagen werden, die sich in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Sport engagieren. In diesem Jahr wählte die Jury aus insgesamt 63 eingereichten Vorschlägen aus.

Der mit 3000 Euro dotierte erste Platz ging an Leyla Yagbasan und Hauke Stichling-Pehlke vom interkulturellen Wohnprojekt Veringeck für pflegebedürfte Menschen. 2000 Euro erhielt das Basketball-Projekt Sport ohne Grenzen von Marvin Willoughby und Jan Fischer vom Wilhelmsburger. Das Cafée mit Herz sicherte sich den dritten Rang und freut sich über 1500 Euro. Spenden sind notwendig, denn das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Täglich kommen etwa 300 Hilfsbedürftige in den „sozialen Hafen auf St. Pauli“, um zu essen, zu duschen, neue Kleider zu erhalten oder die medizinische Versorgung aufzusuchen. Das Cafée mit Herz will dabei mehr als eine Armenverköstigung sein und bietet seinen Gästen ein Kultur- und Sportprogramm an. Mit den zusätzlichen Finanzmitteln soll die medizinische Abteilung besser ausgestattet werden.

Text: JOF
Foto: Mauricio Bustamante

Diskutieren Sie mit uns!

Wenn Sie mit uns diskutieren wollen, besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns einen Leserbrief an redaktion@hinzundkunzt.de.