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„Soziale Durchmischung“ – Lösung für soziale Probleme?

Datum:
Di, 26. Juni 2018 17:30 - 19:30 Uhr
Ort:
Haus der Patriotischen Gesellschaft
Trostbrücke 4
Hamburg

In der Reihe Hamburg! Gerechte Stadt geht es dieses Mal um das Thema „Soziale Durchmischung“. Ist sie die Lösung für soziale Probleme?

Die Forderung nach „sozialer Durchmischung“ wird in vielen Politikfeldern erhoben und mit der Erwartung verbunden, dass durch einen andere „soziale Mischung“ in Quartieren und Schulen soziale Konflikte wie Armut, Langzeitarbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, ungleiche Bildungschancen und soziale Ausgrenzung gelöst werden können.

Die Argumente, die für eine „soziale Durchmischung“ vorgebracht werden, lauten etwa dass in der Stadtentwicklungs- und Quartiersentwicklung die Armut verringert wird, dass in der Wohnungspolitik „Brennpunkte“ oder „Ghettos“ vermieden werden, dass in Schulen der längere gemeinsame Schulbesuch die Bildungs- und Aufstiegschancen aller verbessert.

Aber es gibt auch Gegenargumene: Die Armut oder Erwerbslosigkeit wird nicht geringer, wenn Arme in sozial gemischten Stadtteilen wohnen; Quartiere mit einem hohen Anteil an Einwanderern sind keine „Ghettos“, sondern erleichtern das Ankommen. Die Benachteiligung bei Bildung und Aufstieg hängt von der sozialen Herkunft ab, nicht davon, mit wem man lernt.

Fragen, die in der Veranstaltung gestellt werden:
– Was ist mit „sozialer Mischung“ überhaupt gemeint? Wem nützt sie und wem nicht?
– Können soziale Probleme durch eine andere soziale Mischung gelöst werden oder nicht?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Jan Wehrheim, Universität Duisburg-Essen
Dr. Norbert Gestring, Universität Oldenburg
Dr. Gerd Kuhn, Universität Stuttgart
Prof (i.R.) Dr. Ursula Neumann, Universität Hamburg
Dr. Andrea Lange-Vester, Hochschule Hannover
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist

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