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Film: „Heavy Trip"

Do, 10. Januar 2019 - diverse Kinos - je nach Kino - Details anzeigen

Wenn ich meine pubertierenden Söhne nach Heavy Metal frage, sagen sie: „Nicht dein Ernst, oder? Das ist doch voll Achtziger!“ Schmachtend dreinblickende Musiker mit Frisuren wie aus dem Hundesalon, die mit Stromgitarre und Balladen ganze Arenen füllten. Und heute? Ist Heavy Metal, abgesehen von Wacken Open Air, etwas für komische Käuze und irgendwie auch nicht fröhlich.

Natürlich ist das ein Klischee, das gepflegt werden muss. Das tut die finnische Komödie Heavy Trip ganz fleißig. Finnland, klar! Dort sind die Heavy-Metal-Abteilungen der Musikläden noch größer als die mit zeitgenössischer Popmusik! Der Film erzählt aus dem Alltag des finnischen Altenpflegers und Hobbymusikers Turo und dessen Freunden. Die wollen mit einem völlig neuen Heavy-Metal-Sound der Welt beweisen, was sie drauf haben: auf einem Festival in Norwegen. Der Ruhm scheint greifbar nah – doch die Außenseiter müssen eine Niederlage nach der anderen einstecken.

Natürlich ist es Teil des Filmplots, erst mal über die etwas trotteligen Metal-Musiker zu lachen. Denn die sind eben alles andere als cool. Doch recht schnell fängt man an, die skurrile Truppe gern zu haben. Man hofft mit den Underdogs und lacht bald nicht nur über sie, sondern auch mit ihnen – perfekt für den düsteren Januar.

 

Trailer: 

 

 

 

Tipp

Konzert: Brendan Lewes

Do, 10. Januar 2019 20:00 Uhr - Hafenbahnhof - Eintritt frei, der Hut geht rum - www.hafenbahnhof.com - Details anzeigen

Brendan Lewes ist ein Selfmademan der sympathischen Sorte: Seit drei Jahren tourt der britische Singer Songwriter durch Deutschland, rund 2000 CDs hat er unterdessen verkauft – eigenhändig, aus seinem Rucksack. Sein bodenständiger Folkrock hat auch in Hamburg viele Fans gefunden: 2017 gewann er den Song Slam beim Kampf der Künste. Nun kommt Brendan Lewes mit seiner Band „The Gambling Ambers“ zurück in die Stadt. Im Hafenbahnhof stellt er sein Album „A Little Less High“ vor und spielt in gewohnt leichter Manier handgeschriebene Lieder von unterwegs, die an Bob Dylan, Eric Clapton und Creedence Clearwater Revival erinnern.

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Konzert/Lesung: Moby Dick

Do, 10. Januar 2019 20:00 Uhr - Deutsches Schauspielhaus - 10-56 Euro - www.schauspielhaus.de - Details anzeigen
Ulrich Tukur (links) und Sebastian Knauer Foto: Andreas Hornoff

„Bis zum Letzten ringe ich mit dir …“ Die Geschichte von Moby Dick und dem fanatischen Waljäger Käpt’n Ahab hat viele Künstler inspiriert. Auch Ulrich Tukur: Der Schauspieler und Musiker, der ein Faible für abgründige Erzählungen hegt, hat in Herman Melvilles Roman eine neue Inspirationsquelle gefunden – und der Pianist Sebastian Knauer hat die passende Musik dazu. Zu Stücken von Franz Liszt, Frédéric Chopin und Antonín Dvoák begeben sich die beiden auf eine musikalisch-literarische Reise über die Weltmeere, dem schicksalhaften Kurs des Walfängers „Pequod“ folgend. Was als Abenteuer beginnt, entwickelt sich zu einer blutrünstigen Hetzjagd, bei der Rachsucht das Ruder übernimmt und Wahn mit Wirklichkeit verschwimmt, bis die letzte Hoffnung auf Vernunft über Bord ist – herrlicher Stoff für Menschen, die Lust am Irrwitz haben.

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Bühne: "Versuch über die Schwierigkeit Nein zu sagen"

Do, 10. Januar 2019 20:15 Uhr - Lichthof Theater - 18/12 Euro - www.lichthof-theater.de - Details anzeigen
Foto: Jakob Schnetz

Protest in Theorie und Praxis. Dagegen sein ist immer leicht?

Wer sich das neue Theaterstück von Henri Hüster ansieht, hat anschließend eine differenzierte Meinung. Der junge Hamburger Regisseur lässt Schauspieler und Tänzer auf der Bühne ausprobieren, was Widerstand mit dem Menschen macht. Die Choreografie des Stücks setzen nicht nur die Darsteller um, auch das Bühnenbild bewegt sich und baut sich immer wieder neu zu Hürden und Barrikaden zusammen. Das actionreiche Geschehen hat auch einen tieferen Sinn: Das Stück „Versuch über die Schwierigkeit Nein zu sagen“ basiert auf philosophischen Texten von der Antike bis zur heutigen Zeit, die das Publikum zum Mit- und Weiterdenken herausfordern.

Ab Donnerstag, den 10.01.2019

Do. bis Sa. jeweils um 20:15 Uhr und So. um 18:00 Uhr.